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Gebärmutterhals­krebs-Früherkennung: Förderung für Jenaer Forschung

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Jena – Einen automatisierten Test zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs entwickeln fünf Projektpartner am „InfectoGnostics“ genannten Forschungscampus in Jena. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Programm mit dem Namen „Assurer“.

„Bei vergleichsweise vielen Frauen ergibt der routinemäßig durchgeführte Pap-Test einen auffälligen Befund – obwohl es sich nur in den wenigsten Fällen um eine Vorstufe von Krebs handelt“, erläuterte Matthias Dürst von der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin des Universitätsklinikums Jena (UKJ). Die allermeisten HPV-Infektionen verliefen ohne Symptome und heilten nach ein bis zwei Jahren aus. Auffälligkeiten im Pap-Test erforderten aber eine weitere Abklärungen und führten oft zu einer Übertherapie. Zum Beispiel würden die Auffälligkeiten häufig operativ behandelt, um keine Risiken einzugehen.

Im neuen vom BMBF geförderten Projekt wollen die fünf Partner in Jena jetzt einen Vor-Ort-Test entwickeln, mit dem Ärzte schnell und sicher entscheiden können, ob eine zuvor diagnostizierte Auffälligkeit therapiert werden muss. Fünf Partner aus Industrie und öffentlicher Forschung beteiligen sich daran:  Blink AG, Oncgnostics GmbH, Biotechrabbit GmbH, Quantifoil Instruments GmbH sowie die Frauenklinik des UKJ. 

Gebärmutterhalskrebs zählt zu den vier häufigsten Krebserkrankungen von Frauen weltweit. Ursache für die Tumorerkrankung ist in fast allen Fällen eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV). Eine solche HPV-Infektion ist vergleichsweise einfach nachweisbar. Die bisherigen Testverfahren klären aber laut den Projektpartnern nicht, ob der Infekt tatsächlich zu Gewebeveränderungen führt, die behandelt werden müssen. © hil/aerzteblatt.de

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