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Ärztekammer Nordrhein betont Bedeutung der Personalausstattung für Krankenhausqualität

Donnerstag, 19. Oktober 2017

/VILevi, stock.adobe.com

Düsseldorf – Eine gute Qualität der stationären Versorgung ist nur mit genügend Personal im Krankenhaus zu erreichen. Das hat der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, heute bei einer Konferenz zur externen stationären Qualitätssicherung betont. Zu dem Treffen erschienen rund 300 Teilnehmer im Düsseldorfer Haus der Ärzteschaft. 

Nordrhein-Westfalens (NRW) Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) betonte: „Für eine hochwertige, innovative, flächendeckende und wohnortnahe Patienten­versorgung brauchen wir besonders leistungsfähige Kran­ken­haus­struk­tu­ren. Darauf haben wir uns im Koalitionsvertrag ausdrücklich verständigt, und dies wird meine Richtschnur in dieser Legislaturperiode sein. Wir werden deshalb in NRW die Krankenhausplanung flexibler, schneller und effizienter machen“, versprach er.

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Wichtiges Strukturelement

„Bei der Krankenhausplanung legen wir aus ärztlicher Sicht Wert darauf, dass die Personalbemessung als ein Strukturelement der Qualitätssicherung an dem Versorgungsumfang und den Bedürfnissen der Patienten ausgerichtet wird“, gab Henke ihm dafür mit auf den Weg.

Qualität und Patientensicherheit sind laut Matthias Blum, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft NRW, „Kernkompetenzen der nordrhein-westfälischen Krankenhäuser“. „Aber wir müssen aufpassen, dass die gemessene und nachgewiesene Qualität nicht zu immer höheren Struktur- und Bürokratieanforderungen und unrealistischen Personalausstattungsvorgaben führt“, sagte Blum. Er betonte, eine nachhaltige Qualitätssicherung im stationären, aber auch ambulanten Bereich könne nur auf der Basis gemeinsamer Qualitätskriterien gelingen.

„Es ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten, die eingeleiteten Maßnahmen zur Qualitätssicherung zum Erfolg zu führen und dies auch transparent zu machen. Sie müssen beim Patienten ankommen. Erst dann hat sich der zunehmende Aufwand gelohnt“, sagte Michael Süllwold, stellvertretender Leiter der Landesvertretung NRW der Ersatzkassen, auf der Konferenz. © hil/aerzteblatt.de

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