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Universitätsklinik Mainz übernimmt Diakoniekrankenhaus

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ingelheim/Mainz – Das Diakoniekrankenhaus in Ingelheim startet am 1. November unter neuer Trägerschaft. Für die Patienten ändert sich erst einmal nicht viel: Die stationäre medizinische Grundversorgung werde weitergeführt, erklärte Ralf Claus, Oberbürgermeister von Ingelheim, heute. Alle Mitarbeiter werden übernommen; in Zukunft könnten sogar Dutzende weitere eingestellt werden. Außerdem ist eine umfassende Sanierung geplant.

Der Aufsichtsrat der Universitätsmedizin Mainz habe der Übernahme zugestimmt, teilte die Unimedizin mit. An der neuen Trägergesellschaft sind die Unimedizin mit 90 Prozent und die Stadt Ingelheim mit zehn Prozent beteiligt. Bisher gehörte das Krankenhaus zu der HDV gGmbH, die ein Unternehmen des Gesundheitskonzerns Agaplesion ist. Das Kartellamt hatte der Übernahme zugestimmt.

Patienten mit weniger komplizierten Fällen könnten künftig das Angebot erhalten, nach Ingelheim zu gehen. Eine Gallenblasenoperation zum Beispiel müsse nicht sofort erfolgen, sagte der Unimedizin-Vorstandsvorsitzende Norbert Pfeiffer. Vorstellbar sei, dass es in Mainz dafür einen Termin in acht Wochen gebe, in Ingelheim in zwei Wochen. Mainz könne sich dann vermehrt auf die Hochleistungsmedizin konzentrieren. Einsparungen könnten sich zum Beispiel aus der Zusammenlegung der Verwaltung, der Küche und der Sterilisation ergeben, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Unimedi­zin, Salvatore Barbaro. © dpa/aerzteblatt.de

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