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Zahl der Pest-Toten in Madagaskar auf mehr als 90 gestiegen

Freitag, 20. Oktober 2017

/dpa

Tamatave/Berlin – Auf Madagaskar sind seit dem jüngsten Ausbruch der Pest 1.032 Erkrankte registriert worden. Davon leiden 695 Patienten an Lungenpest und 247 an Beulenpest, wie Ärzte ohne Grenzen am Donnerstag unter Berufung auf offizielle Angaben mitteilte. Bei den übrigen Patienten sei die exakte Form der Pesterkrankung noch nicht diagnostiziert.

Die Zahl der Pest-Toten in dem Insel-Staat hat sich auf mehr als 90 erhöht. Wie die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) heute in Genf mitteilte, starben in dem Inselstaat vor der Ostküste Afrikas in diesem Jahr bereits 94 Menschen an der ansteckenden Krankheit. Bis Anfang der Woche waren es 74 Tote gewesen. In dem Inselstaat vor der afrikanischen Ostküste, der zu den ärmsten Ländern der Welt zählt, seien bislang 89 Menschen an der Pest gestorben.

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„Pest ist verständlicherweise eine angsteinflößende Krankheit“, sagte Luca Fontana, der für Ärzte ohne Grenzen vor Ort ist. Eine schnelle Reaktion könne jedoch die Zahl der Todesfälle deutlich senken und den Ausbruch zu einem Ende bringen. „Lungenpest ist behandelbar“, betonte er. Patienten könnten völlig geheilt werden, wenn sie umgehend therapiert würden. Gefährdete Menschen könnten vorbeugend Medikamente einneh­men, um nicht zu erkranken.

Ärzte ohne Grenzen habe einen Einsatz zur Bekämpfung der Lungenpest in der Stadt Tamatave an der Ostküste von Madagaskar gestartet, hieß es weiter. Spezialisten der Medizinerorganisation unterstützen demnach beispielsweise Hygiene- und Desinfek­tionsmaßnahmen im Krankenhaus und in der Stadt, um die Ausbreitung der Pest einzudämmen. In Tamatave, das auch unter dem Namen Toamasina bekannt ist, leben rund 300.000 Menschen. Die Stadt sei mit 261 registrierten Lungenpestpatienten ein Schwerpunkt des Ausbruchs; zehn Menschen seien hier daran gestorben. © kna/afp/aerzteblatt.de

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