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Politik

Bayern bereitet sich auf zunehmenden Fachärztemangel vor

Donnerstag, 26. Oktober 2017

/dpa

München – Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) hat anlässlich des Tages der Bayerischen Fachärzte gestern in München die Bedeutung einer flächen­deckenden fachärztlichen Versorgung – auch in ländlichen Regionen – betont. „Für die medizinische Versorgung unserer Bürger sind unsere Fachärzte unverzichtbar. Deshalb werde ich mich auch in Zukunft für den flächendeckenden Erhalt der Facharztpraxen einsetzen“, sagte die Ministerin.

Zwar sei die fachärztliche Versorgung in Bayern im Augenblick gut, aber in naher Zukunft gingen viele Ärzte in den Ruhestand. „Hinzu kommt, dass sich die Berufs­erwartung der jungen Ärztegeneration geändert hat: Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit ist den Nachwuchsmedizinern ein wichtiges Anliegen. Außerdem wird aufgrund der alternden Gesellschaft die Nachfrage nach ärztlichen Leistungen zunehmen“, so Huml. 

Deswegen sei es wichtig, neue Medizinstudienplätze zu schaffen: „Zum Wintersemester 2018/2019 werden wir in Augsburg eine neue medizinische Fakultät gründen und dadurch schrittweise 252 weitere Studienplätze für Medizin schaffen. Ich fordere andere Bundesländer dazu auf, dem Beispiel Bayerns zu folgen“, betonte die Ministerin. 

Sie wies außerdem auf die Nieder­lassungs­förderung hin, die seit Anfang 2015 für alle Arztgruppen der allgemeinen fachärztlichen Versorgung gelte. Laut Huml wurden aus dem Landesprogramm bislang 299 Hausärzte, 22 Fachärzte und 50 Psychotherapeuten gefördert. Außerdem habe das Programm 117 Medizinstudierende mittels Stipendien unterstützt.

Neben der Förderung durch die Landesregierung können Ärzte und Psychotherapeuten auch durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Unterstützung erhalten. „Gerade in Regionen mit einer kritischen Entwicklung der Versorgungslage steht die KV in engem Austausch mit den regionalen Ansprechpartnern und unterstützt zudem bayernweit die Nachwuchsförderung in der ambulanten medizinischen Versorgung. Damit soll in allen betroffenen Regionen Bayerns die Versorgungssituation nachhaltig sichergestellt werden“, hieß es in diesem Sommer aus der KV. © hil/aerzteblatt.de

/dpa
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München – Bayerns Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) hat anlässlich des Tages der Bayerischen Fachärzte gestern in München die Bedeutung einer flächen­deckenden fachärztlichen Versorgung – auch in ländlichen Regionen – betont. „Für die medizinische Versorgung unserer Bürger sind unsere Fachärzte unverzichtbar. Deshalb werde ich mich auch in Zukunft für den flächendeckenden Erhalt der Facharztpraxen einsetzen“, sagte die Ministerin.

Zwar sei die fachärztliche Versorgung in Bayern im Augenblick gut, aber in naher Zukunft gingen viele Ärzte in den Ruhestand. „Hinzu kommt, dass sich die Berufs­erwartung der jungen Ärztegeneration geändert hat: Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit ist den Nachwuchsmedizinern ein wichtiges Anliegen. Außerdem wird aufgrund der alternden Gesellschaft die Nachfrage nach ärztlichen Leistungen zunehmen“, so Huml. 

Deswegen sei es wichtig, neue Medizinstudienplätze zu schaffen: „Zum Wintersemester 2018/2019 werden wir in Augsburg eine neue medizinische Fakultät gründen und dadurch schrittweise 252 weitere Studienplätze für Medizin schaffen. Ich fordere andere Bundesländer dazu auf, dem Beispiel Bayerns zu folgen“, betonte die Ministerin. 

Sie wies außerdem auf die Nieder­lassungs­förderung hin, die seit Anfang 2015 für alle Arztgruppen der allgemeinen fachärztlichen Versorgung gelte. Laut Huml wurden aus dem Landesprogramm bislang 299 Hausärzte, 22 Fachärzte und 50 Psychotherapeuten gefördert. Außerdem habe das Programm 117 Medizinstudierende mittels Stipendien unterstützt.

Neben der Förderung durch die Landesregierung können Ärzte und Psychotherapeuten auch durch die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Unterstützung erhalten. „Gerade in Regionen mit einer kritischen Entwicklung der Versorgungslage steht die KV in engem Austausch mit den regionalen Ansprechpartnern und unterstützt zudem bayernweit die Nachwuchsförderung in der ambulanten medizinischen Versorgung. Damit soll in allen betroffenen Regionen Bayerns die Versorgungssituation nachhaltig sichergestellt werden“, hieß es in diesem Sommer aus der KV. © hil/aerzteblatt.de

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