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Staatsanwalt ermittelt wegen Betrugs gegen Allgemeinmediziner

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Oldenburg – Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln gegen einen 59 Jahre alten Allgemeinmediziner aus dem Landkreis Oldenburg unter anderem wegen Betrugs. Der Mann stehe im Verdacht, unerlaubt als Arzt gearbeitet zu haben, teilte die Staats­anwaltschaft in Oldenburg heute mit. Demnach gehen die Ermittler davon aus, dass der 59-Jährige Notdienste anderer Ärzte übernahm, obwohl seine Approbation ruhte.

Hinweise darauf, dass er Menschen gesundheitlichen Schaden zufügte, gebe es bisher nicht. Die Ärztekammer Niedersachsen hat die Ermittlungen mit einer Anzeige ins Rollen gebracht. Der Beschuldigte soll seine Dienste und Behandlungen Kranken­kassen in Rechnung gestellt haben, obwohl er seit Juni 2016 wegen des Ruhens seiner Approbation dazu nicht berechtigt war.

„Der Beschuldigte soll sich hierdurch eine Einnahmequelle von einigem Umfang und einiger Dauer verschafft haben“, hieß es. Bei Durchsuchungen haben die Beamten Unterlagen sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Die Ermittler wollen zudem ehemalige Patienten des Mannes befragen. Warum der ausgebildete Arzt seinen Beruf nicht mehr ausüben durfte, wollte die Staatsanwaltschaft nicht sagen. © dpa/aerzteblatt.de

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