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Methadon bei Krebs: Patienteninformation des ÄZQ steht online

Donnerstag, 26. Oktober 2017

/ monropic, stock.adobe.com

Berlin – Im Auftrag der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Bundes­ärztekammer (BÄK) hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) eine Patienteninformation zum Thema Methadon in der Krebstherapie verfasst. Diese können Ärzte ab sofort online abrufen und ihren Patienten ergänzend zum Gespräch übergeben.

Immer mehr Krebspatienten wenden sich an ihren Onkologen mit dem Wunsch, Methadon therapeutisch einzusetzen. Das Vertrauen in den Arzt ist aufgrund diverser Medienbeiträge jedoch oft beschädigt. Auch im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie beklagten Ärzte in einer „Pro und Contra“-Sitzung zum Thema, dass durch die ungeprüften Behauptungen zur Methadontherapie bei den Patienten große Hoffnungen geweckt wurden. Diese ließen sich aber durch die aktuelle Evidenzlage und praktischen Erfahrungen nicht rechtfertigen.

Auf zwei Seiten hat das ÄZQ jetzt wissenschaftlich belegte Erkenntnisse zusam­men­gefasst, die Patienten aufklären sollen. Hier erfahren Patienten, was Methadon ist, welche Nebenwirkungen auftreten können und wie Studien aufgebaut sein müssen, um einen Nutzen zu beweisen. Damit Patienten die bisherigen Studien besser einordnen können, weist das ÄZQ auch darauf hin, dass von etwa 5.000 bis 10.000 Stoffen, für die man im Labor „Anzeichen“ für einen Nutzen findet, nur ein einziger bei Menschen wirklich wirksam ist.

Methadon in der Onkologie: „Strohhalmfunktion“ ohne Evidenz

Methadon wird derzeit als nebenwirkungsarmes Heilmittel gegen Krebs angepriesen. Die evidenzbasierte Medizin scheint machtlos zu sein. Eine kritische Auseinandersetzung. Seit wenigen Wochen ist Methadon das Thema in onkologischen Sprechstunden, Ambulanzen, Praxen und bei vielen Visiten. In den Medien als nebenwirkungsarmes Heilmittel gegen Krebs angepriesen, erfährt das Medikament in den

Der abschließende Appell an Patienten lautet: „Prüfen Sie Berichte kritisch. Wer eine Wirkung ohne Nebenwirkung verspricht, ist nicht vertrauenswürdig. Wer Wirksamkeit mit Erlebnisberichten belegt, ebenso wenig.“ © gie/aerzteblatt.de

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