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Ärzteschaft

Opioidabhängigkeit: Fachgesellschaft gibt Entwarnung für Deutschland

Mittwoch, 1. November 2017

/dpa

Berlin – US-Präsident Donald Trump hat vor wenigen Tagen für die USA den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Grund ist eine zunehmende Zahl von Drogentoten durch Opioidmissbrauch in den USA. Für Deutschland gab die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) heute Entwarnung.

„In Deutschland ist der Einsatz von Opioiden weitestgehend unproblematisch“, sagte DGS-Vizepräsident Oliver Emrich. Schmerzpatienten hierzulande erhielten in der Regel nur dann Opioide, wenn die strengen Regeln der Betäubungsmittel-Verschreibungs­verordnung (BtmVV) und des Betäubungsmittelgesetzes (BtmG) eingehalten würden.

Nur wenige Betroffene

Lediglich bei rund einem bis drei Prozent der mit Opioiden behandelten Schmerz­patienten komme es trotz Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen zu Abhängigkeits­symptomen unter der Behandlung mit Opioiden, erklärte die DGS. Emrich zufolge besteht in Deutschland „derzeit kein Anlass, einen Notstand bezüglich der Opioidpraxis zu beklagen“.

Anders in den USA: Dort gebe es bislang kaum ein Controlling von Schmerzpatienten unter Opioiden. Der DGS zufolge verschreiben US-amerikanische Ärzte immer größere Mengen an Opioiden, ohne deren Wirkungen und unerwünschte Wirkungen wie die Auslösung eines Suchtverhaltens ausreichend zu prüfen.

„Die 2016 publizierten Leitlinien des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) mahnen zwar enge, zum Teil wöchentliche Wirkungs-Nebenwirkungs-Kontrollen einer Schmerzbehandlung mit Opioiden an, finden aber wenig Beachtung unter den Ärzten“, heißt es von der Fachgesellschaft. © may/EB/aerzteblatt.de

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