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Vermischtes

Massenrausch: Prozess gegen Psychotherapeut startet

Donnerstag, 2. November 2017

Stade – Ein Psychotherapeut steht seit heute wegen des Massenrausches bei einem Heilpraktikerseminar in der Lüneburger Heide vor Gericht. Der 52-Jährige soll 2015 Drogen an die Teilnehmer des Treffens im niedersächsischen Handeloh verteilt haben.

27 Menschen kamen danach mit Wahnvorstellungen, Krämpfen, Atemnot und Herzrasen in Krankenhäuser. Die Drogen wurden nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft im Rahmen einer äußerst umstrittenen Therapieform verabreicht, der Psycholyse – damit sollte eine Bewusstseinserweiterung erreicht werden. Inwieweit die Seminarteilnehmer wussten, was genau sie einnahmen, ist unklar.

In Deutschland ist die psycholytische Therapie von den Krankenkassen nicht zugelassen. Wiederholt kam es dabei zu schweren Zwischenfällen, so endete 2009 eine Sitzung in Berlin für zwei Teilnehmer tödlich.

Seminarteilnehmer in der Heide waren Heilpraktiker, Ärzte, Homöopathen und Psychologen. Dem Angeklagten wird das Überlassen von Betäubungsmitteln zum unmittelbaren Verbrauch und Drogenbesitz vorgeworfen. Das Verfahren gegen die Frau des Therapeuten – sie war Mitveranstalterin des Seminars – wurde gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt. © dpa/aerzteblatt.de

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