NewsVermischtesInfektionen mit dem Hantavirus gehen zurück
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Infektionen mit dem Hantavirus gehen zurück

Freitag, 3. November 2017

Hantavirus /dpa

Stuttgart – Die Zahl der Infektionen mit dem Hantavirus ist in den vergangenen Wochen in Baden-Württemberg zurückgegangen. Nach Angaben des Landesgesund­heitsamts gab es seit Oktober vier bis sieben Fälle pro Woche. Zum Vergleich: Mitte Mai wurden bis zu 61 Fälle in der Woche gemeldet. Seit Jahresbeginn waren die Neuerkrankungen mit dem Virus, der durch Kontakt mit Mäusekot übertragen wird, stark gestiegen. Demnach haben sich 2017 bisher 914 Menschen (Stand: 1. November) infiziert. Im Jahr 2016 waren es im gleichen Zeitraum nur 63.

Das Hantavirus wird von infizierten Tieren wie Rötel-, Brandmäusen und Wanderratten übertragen. Es verursacht bei Menschen eine grippeähnliche Krankheit. Auch Blut­druck­abfall, Nierenfunktionsstörungen und sogar Nierenversagen können die Folge sein. Die höchste Infektionsgefahr besteht laut Gesundheitsamt in den Monaten Mai bis September.

Anzeige

Grund für die vielen Fälle ist den Angaben zufolge ein starkes Vorkommen von Bucheckern im vergangenen Jahr. Durch das gute Nahrungsangebot hatte sich die Rötelmaus stark vermehrt. Damit ist auch das Infektionsrisiko in diesem Jahr gestiegen. Menschen können etwa bei Holzarbeiten und anderen Tätigkeiten im Garten, bei denen es zur Staubentwicklung kommt, mit dem Virus in Berührung kommen. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. November 2018
Freiburg – Wissenschaftler des Instituts für Immunologie am Universitätsklinikum Freiburg haben im Tiermodell entschlüsselt, wie eine gegen ein Virus gerichtete Immunantwort durch eine zeitgleich
Warum eine Doppelinfektion mit Bakterien und Viren oft besonders aggressiv ist
12. Oktober 2018
Houston – Ein neuer Behandlungsansatz, der eigentlich Patienten nach Stammzelltherapie vor Nierenerkrankungen durch das BK-Virus schützen soll, hat nach den im New England Journal of Medicine (2018;
Adoptive T-Zellen lindern multifokale Leukenzephalopathie
11. Oktober 2018
Hannover – Eine spezielle Immunantwort des Gehirns, die auf anderen Mechanismen beruht als die übliche Erregerabwehr, haben Wissenschaftler des Twincore – Institut für Experimentelle
Wie das Gehirn Viren abwehrt
5. Oktober 2018
Erlangen und Greifswald – Das klassische Bornavirus, das bei Pferden und Schafen eine schwere Meningoenzephalitis auslöst, kann auch für den Menschen gefährlich werden. Mediziner der Universität
Tödliche Enzephalitis durch klassisches Bornavirus in Franken und bei Transplantatpatienten
1. Oktober 2018
Prag – In Tschechien sind erstmals seit Jahren wieder Fälle des gefährlichen West-Nil-Fiebers nachgewiesen worden, die nicht bei Reisen eingeschleppt wurden. Die Viruserkrankung sei bei einem rund 50
Fälle von West-Nil-Fieber in Tschechien
20. August 2018
Würzburg – Patienten mit bipolaren und schweren depressiven Störungen zeigen in den Purkinje-Neuronen im Kleinhirn eine hohe Infektionsrate mit dem menschlichen Herpesvirus HHV-6. Das berichten
Zusammenhang zwischen Herpesviren und Depression vermutet
30. Juli 2018
Goma – Im Nordosten des Kongos sind seit Monatsbeginn mindestens zwölf Menschen einer unbekannten Krankheit erlegen, deren Symptome jenen des hämorrhagischen Fiebers Ebola ähneln. Die Fälle hätten
LNS
NEWSLETTER