Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Betrug während Ebola-Krise: Millionenschaden für Rotes Kreuz

Montag, 6. November 2017

Genf – Betrugsfälle während der Ebola-Epidemie in Westafrika haben das Rote Kreuz mehr als fünf Millionen Euro gekostet. Das hat gestern eine Sprecherin der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) bestätigt. „Wir sind empört“, sagte Jemliah Mahmood. Bereits Ende Oktober hatte das Rote Kreuz mitgeteilt, dass sechs Millionen Schweizer Franken (5,2 Millionen Euro) an Geldern für die Ebola-Hilfe durch Korruption verloren gegangen waren.

Eine Buchprüfung hatte dem Roten Kreuz zufolge Hinweise auf betrügerische Absprachen zwischen ehemaligen IFRC-Mitarbeitern und Angestellten einer Bank in Sierra Leone ans Tageslicht gebracht. Dies habe vermutlich zu einem Verlust von 2,1 Millionen Schweizer Franken geführt. Betrug durch einen Zoll-Dienstleiter in Guinea verursachte demnach einen Schaden im Wert von 1,2 Millionen Franken.

Frühere Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass in Liberia 2,7 Millionen Franken durch überhöhte Preise für Hilfsgüter und Zahlungen an freiwillige Helfer verloren gegangen waren. Das IFRC betonte, es wolle die Beteiligten zur Rechenschaft ziehen und das Geld zurückfordern.

Ende 2013 war in Westafrika eine verheerende Ebola-Epidemie ausgebrochen. In den drei Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia starben rund 11.300 Menschen an dem Virus. Der Erreger war 1976 auf dem Gebiet der Demokratischen Republik Kongo entdeckt worden. Seitdem brach die Krankheit immer wieder aus, meist in West- und Ostafrika.

© dpa/afp/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17.10.17
Ebola-Impfstoff eignet sich auch für die Immunisierung von Kindern
Lambarene/Tübingen – Der seit 2015 in Afrika getestete Impfstoff „rVSVΔG-ZEBOV-GP“ eignet sich auch für die Immunisierung von Kindern. Dieses Ergebnis aus einer Phase-1-Studie berichtet ein......
03.07.17
Ebola-Epidemie im Kongo nach nur vier Todesfällen für beendet erklärt
Brazzaville/Kinshasa – Die jüngste Ebola-Epidemie, die im Mai in einer abgelegenen Region im Kongo-Becken ausgebrochen war, konnte innerhalb weniger Wochen gestoppt werden. Es starben lediglich vier......
29.06.17
Pandemie-Fonds startet mit 500 Millionen US-Dollar
Washington – Ein neuer Fonds zur Bekämpfung von Pandemien wird mit 500 Millionen US-Dollar (445 Millionen Euro) ausgestattet. Das Konzept haben Weltbank und Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) in......
29.05.17
Kongo genehmigt Test mit Impfstoff gegen Ebola
Kinshasa – Die Demokratische Republik Kongo hat einen Test mit einem in der Entwicklung befindlichen Impfstoff gegen das lebensbedrohliche Ebolafieber genehmigt. Die Behörden in Kinshasa warteten nun......
23.05.17
Zahl der Ebola-Verdachtsfälle im Kongo steigt weiter
Genf – Bei dem Ebola-Ausbruch im Kongo in Zentralafrika hat sich die Zahl der Fälle von 29 auf 43 erhöht. 38 davon gälten aber weiterhin nur als Verdachtsfälle, sagte ein Sprecher der......
19.05.17
Neue Ebola-Verdachtsfälle im Kongo
Genf –Im Kongo sind neue Ebola-Verdachtsfälle aufgetreten. Insgesamt 29 Menschen könnten sich in dem zentralafrikanischen Land mit dem lebensgefährlichen Virus infiziert haben, teilte die......
18.05.17
WHO: Risiko für größere Ebola-Epidemie im Kongo ist hoch
Genf – Der neueste Ebola-Ausbruch im Kongo stellt nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) auf Landesebene ein hohes Risiko dar. „Derzeit kennen wir das volle Ausmaß des Ausbruchs noch......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige