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Kohlenmonoxid­vergiftungen durch Shisharauchen nehmen zu

Dienstag, 7. November 2017

/dpa

Düsseldorf – In der Düsseldorfer Uniklinik müssen immer mehr Shisharaucher mit schweren Kohlenmonoxidvergiftungen behandelt werden. Die Klinik berichtete heute von einem sprunghaften Anstieg der Behandlungen in ihrer Druckkammer: In diesem Jahr seien bereits fast 40 Wasserpfeifenraucher behandelt worden. 2016 seien es noch fünf Fälle und 2015 nur ein Fall gewesen. „Kohlenmonoxidvergiftungen sind lebensgefährlich“, warnte Sven Dreyer, leitender Druckkammerarzt der Uniklinik.

Bei der Verbrennung der Wasserpfeifenkohle entsteht Kohlenmonoxid. Besonders beim schnellen Rauchen in geschlossenen Räumen ohne ausreichende Luftzufuhr und wenn die Pfeife zwischendurch nicht abgesetzt wird, gelangt nicht mehr genug Sauerstoff in den Organismus. Anschließende Benommenheit, Übelkeit und Bewusstlosigkeit sind den Experten zufolge auf das Kohlenmonoxid, nicht aber auf die Stärke des Tabaks zurückzuführen.

Bei der an der Düsseldorfer Uniklinik angewandten Hyperbaren Sauerstofftherapie wird unter Überdruck hundert Prozent Sauerstoff verabreicht, um das Kohlenmonoxid aus dem roten Blutfarbstoff und lebenswichtigen Organgeweben wie dem Gehirn zu verdrängen. Für eine Kolenmonoxidvergiftung reichen nur wenige Atemzüge. Vorbeugend raten Experten zum Kauf von Kohlenmonoxidmeldern. Rauchmelder können das Gas nicht erfassen. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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