Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Kohlenmonoxid­vergiftungen durch Shisharauchen nehmen zu

Dienstag, 7. November 2017

/dpa

Düsseldorf – In der Düsseldorfer Uniklinik müssen immer mehr Shisharaucher mit schweren Kohlenmonoxidvergiftungen behandelt werden. Die Klinik berichtete heute von einem sprunghaften Anstieg der Behandlungen in ihrer Druckkammer: In diesem Jahr seien bereits fast 40 Wasserpfeifenraucher behandelt worden. 2016 seien es noch fünf Fälle und 2015 nur ein Fall gewesen. „Kohlenmonoxidvergiftungen sind lebensgefährlich“, warnte Sven Dreyer, leitender Druckkammerarzt der Uniklinik.

Bei der Verbrennung der Wasserpfeifenkohle entsteht Kohlenmonoxid. Besonders beim schnellen Rauchen in geschlossenen Räumen ohne ausreichende Luftzufuhr und wenn die Pfeife zwischendurch nicht abgesetzt wird, gelangt nicht mehr genug Sauerstoff in den Organismus. Anschließende Benommenheit, Übelkeit und Bewusstlosigkeit sind den Experten zufolge auf das Kohlenmonoxid, nicht aber auf die Stärke des Tabaks zurückzuführen.

Bei der an der Düsseldorfer Uniklinik angewandten Hyperbaren Sauerstofftherapie wird unter Überdruck hundert Prozent Sauerstoff verabreicht, um das Kohlenmonoxid aus dem roten Blutfarbstoff und lebenswichtigen Organgeweben wie dem Gehirn zu verdrängen. Für eine Kolenmonoxidvergiftung reichen nur wenige Atemzüge. Vorbeugend raten Experten zum Kauf von Kohlenmonoxidmeldern. Rauchmelder können das Gas nicht erfassen. © afp/dpa/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

10.01.18
Drogenbeauftragte fordert von Filmbranche weniger Raucherszenen
Berlin – Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, fordert weniger Rauchende in Film und Fernsehen. Meistens werde das Rauchen auch noch als etwas Positives dargestellt, sagte die......
03.01.18
Tabakverkauf im Vatikan verboten
Vatikanstadt – Im Vatikanstaat dürfen seit Jahresbeginn 2018 keine Zigaretten mehr verkauft werden. Damit ist der Vatikan nach dem Bhutan der zweite Staat, in dem ein umfassendes Verkaufsverbot für......
22.12.17
Äpfel, Bananen und Tomaten fördern Erholung der Lungen von Ex-Rauchern
Baltimore – Eine gesunde Ernährung kann möglicherweise den altersbedingten Rückgang der Lungenfunktion verlangsamen. Wichtig ist laut einer Studie im European Respiratory Journal (2017; 50: 1602286)......
21.12.17
Raucherentwöhnung: Vareniclin erhöht Herz-Kreis­lauf-Risiko auch im klinischen Alltag
Toronto – Patienten, die zur Raucherentwöhnung über 12 Wochen Vareniclin einnehmen, haben während dieser Zeit ein um 34 Prozent erhöhtes Risiko auf kardiovaskuläre Ereignisse. Dies kam in einer Studie......
12.12.17
Bundesrechnungshof bemängelt steuerfreien Tabak und Physiotherapie bei Soldaten
Berlin – Tabakwaren, die Hersteller an Beschäftigte unentgeltlich abgeben, sind von der Tabaksteuer befreit. Das hat der Bundesrechnungshof (BRH) heute erneut in seinem Jahresbericht bemängelt. Kritik......
12.12.17
Tabakerhitzer: Erste Untersuchungen des BfR bestätigen reduzierte Emission
Heidelberg – Seit Oktober 2017 führt das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) eigene Untersuchungen zu den Emissionen von Tabakerhitzern (tabacco heating-systems, THS) durch. Erste Ergebnisse zu......
12.12.17
Jeder fünfte Schüler raucht Wasserpfeife
Berlin – Jeder zweite Zehntklässler in Deutschland hat schon einmal Tabak aus einer Shisha geraucht. 15 Prozent der Zehntklässler greifen regelmäßig zur Wasserpfeife, häufiger tun dies Jungen als......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige