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Vermischtes

Onlinetool soll Diagnose von Berufskrankheiten erleichtern

Dienstag, 7. November 2017

Berlin – Ein neues Onlineportal der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) soll Ärzte dabei unterstützen, eine Berufskrankheit zu diagnostizieren und den Verdacht darauf den Unfallversicherungsträgern zu übermitteln. Das BK-Info-Portal hält dafür umfassende Informationen rund um das Thema Berufskrankheit bereit. Eine Suchfunktion ermöglicht es außerdem, anhand des ICD-10-Schlüssels schnell zu recherchieren, welche Berufskrankheiten für die jeweilige Diagnose in Betracht kommen. 

„Durch das BK-Info-Portal erleichtern wir nun den medizinischen Fachkräften, die Verdachtsanzeige einer Berufskrankheit zu erstellen. Mit nur wenigen Klicks liegen alle notwendigen Informationen vor. Der begründete Verdacht kann somit ohne großen Aufwand an die Unfallversicherungsträger weitergeleitet werden“, erklärte Fred-Dieter Zagrodnik, Referent für Berufskrankheiten der DGUV.

Auftrag der Bundesregierung

Ärzte sind nach dem siebten Sozialgesetzbuch verpflichtet, den begründeten Verdacht auf eine Berufskrankheit mitzuteilen. Bislang standen dafür als Hilfestellung die Merkblätter des „Ärztlichen Sachverständigenbeirats Berufskrankheiten der Bundes­regie­rung“ zur Verfügung. Dieser wird aber selbst keine neuen Merkblätter mehr erstellen und auch den Bestand nicht weiter aktualisieren. Deswegen hatte die Bundesregierung die DGUV beauftragt, ein entsprechendes Tool zu erarbeiten.

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„Das Herzstück der Seite ist die Suchfunktion. Gibt der behandelnde Arzt dort den Diagnoseschlüssel ein, erhält er gleich zwei Hilfestellungen: Zum einen erfährt er, mit welcher Berufskrankheit die Diagnose in Verbindung stehen könnte. Zum anderen gibt es Leitfragen, anhand derer sich im Gespräch mit dem Patienten schnell feststellen lässt, ob der- oder diejenige einem Gefahrstoff oder einer schädigenden Einwirkung bei der Arbeit ausgesetzt war“, so Zagrodnik.

Er kündigte an, das Portal werde in mehreren Schritten ausgebaut. Zurzeit seien bereits alle Diagnoseschlüssel des ICD-10-Codes hinterlegt. Informationen dazu, welche dieser Diagnosen im Einzelnen nach welchen Einwirkungen eine Berufskrankheit sein könnten, lägen jedoch derzeit nur für die Muskel-Skelett-Erkrankungen vor. Die übrigen Berufskrankheiten sollen aber zügig folgen. © hil/aerzteblatt.de

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