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Bonn koordiniert internationale Forschung zur Makuladegeneration

Donnerstag, 9. November 2017

/auremar, stock.adobe.com

Bonn – Methoden für Studien zur intermediären altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) will die Universitäts-Augenklinik Bonn zusammen mit acht weiteren Einrichtungen und vier Firmen entwickeln. Die Europäische Union und die Industrie fördern das fünfjährige Forschungsprojekt namens „Macustar“ mit mehr als 16 Millionen Euro. 

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist die häufigste Ursache für Erblindung und schweren Sehverlust in den Industrienationen. Aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung steigt die Anzahl der betroffenen Menschen kontinuierlich an. Die AMD schreitet von einem frühen über ein intermediäres Stadium, in dem Sehprobleme vor allem bei wenig Licht und schwachem Kontrast auftreten, zu einem späten Stadium fort, das in dem meisten Fällen zu einem irreversiblen Sehverlust führt. 

Für die Therapie sind neue Therapien nötig, die das Fortschreiten von intermediärer AMD zur späten AMD aufhalten. Dafür braucht es jedoch zunächst Methoden, mit denen die Wirksamkeit einer neuen Therapie nachgewiesen werden kann. Die Projektpartner von „Macustar“ haben sich zum Ziel gesetzt, solche Methoden zu entwickeln, die in zukünftigen Therapiestudien Anwendung finden können und von den Zulassungsbehörden akzeptiert werden.

„Macustar hat das Potenzial, das Wissen um Risikofaktoren für die altersabhängige Makuladegeneration wesentlich zur erweitern und kann erstmals die Grundlagen schaffen, in Zukunft die Wirksamkeit neuer Therapieansätze bei intermediärer AMD zu prüfen“, erläuterte Frank Holz, Direktor der Universitäts-Augenklinik Bonn und Koordinator des Vorhabens. Für die Studie werden 750 Patienten in sieben europäischen Ländern berücksichtigt. Patienten mit intermediärer AMD werden über drei Jahre regelmäßig untersucht. © hil/aerzteblatt.de

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