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Politik

Bundesregierung sieht EU-Kommission bei Glyphosat am Zug

Freitag, 10. November 2017

Brüssel/Berlin – Im Ringen um die Zukunft des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat liegt der Ball aus Sicht der Bundesregierung in Brüssel. Das weitere Verfahren liege in der Hand der EU-Kommission, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am heute in Berlin. Er wollte sich nicht zum Krach zwischen Umweltbundes­ministerium und Landwirtschaftsministerium äußern.

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Im zuständigen Expertengremium der EU-Länder hatte es gestern in Brüssel keine nötige Mehrheit für eine Verlängerung der Glyphosat-Lizenz gegeben. Deutschland hatte sich abermals enthalten. Glyphosat ist in Europa bis Mitte Dezember zugelassen. Die EU-Kommission teilte mit, dass sie ein Vermittlungsverfahren einberufen will.

In der noch amtierenden schwarz-roten Bundesregierung hatte sich neuer Krach entzündet. Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) griff Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) wegen eines Briefs an die EU-Kommission an. Das Schreiben sei weder mit ihrem Haus noch dem Kanzleramt abgestimmt worden, sagte sie. © dpa/aerzteblatt.de

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Gottfried Arnold
am Samstag, 18. November 2017, 12:21

Bundesregierung sieht EU-Kommission bei Glyphosat am Zug

Hören Sie doch mal bitte, was der UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte, gefährliche Chemikalien und Abfälle, Buskat Tuncak,sagt:
"KINDER SCHÜTZEN, NICHT PESTIZIDE" ! Das ist die Aufgabe von Frau Dr. Merkel und der Bundesregierung.
Dr. Gottfried Arnold, Kinderarzt

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