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Ärzteschaft

Lan­des­ärz­te­kam­mer Brandenburg plädiert für Entlohnung im Praktischen Jahr

Freitag, 10. November 2017

Potsdam – Junge Ärzte, die ihr Praktisches Jahr (PJ) absolvieren, müssen zumindest eine Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit erhalten. Realisiert werden sollte zumin­dest ein Betrag in der Höhe des BaföG-Höchstsatzes, wie die Lan­des­ärz­te­kam­mer Brandenburg heute anmahnte. Dies müsse in der Reform des Medizinstudiums berücksichtigt werden.

Der Präsident der Lan­des­ärz­te­kam­mer Brandenburg, Frank-Ullrich Schulz, nannte es nicht nachvollziehbar, dass Auszubildende, egal welchen Berufes, ab dem ersten Lehrjahr ein Gehalt erhielten. Absolventen des Medizinstudiums, die in Krankenhäusern am Ende ihres Studiums ihr PJ absolvierten, jedoch „nur sehr gering bis zum Teil gar nicht bezahlt werden“.

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Schulz wies darauf hin, dass viele deutsche Medizinstudirende in die Schweiz gingen und oftmals auch nach ihrem Studium dort bleiben würden. „Diese jungen Ärzte fehlen uns. Wir können den Mangel an ärztlichem Nachwuchs nicht bekämpfen, wenn wir am Geld sparen“, erklärte er.

© may/EB/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 12. November 2017, 23:15

Ich gehörte

zu den ersten Semestern, die statt einer bezahlten Medizinalassisentenzeit ein unbezahltes PJ absolvieren "durften", Johannes Rau, damals Wissenschaftsminister in NRW, faselte daraufhin im Radio etwas wie "die verdienen nachher als Ärzte genug, die sollen sich nicht anstelen" und bemerkte süffisant "in keinem akademischen Beruf verdienen Sie vor dem Staatsexamen Geld" - Lehramts- und Rechtsrefendare kamen diesseits des ministerialen Erkenntnishorizonts nicht vor.
Vielleicht ändert sich was mit der Neuordnung der Psychotherapieausbildung: Denn den PIAs wird mit dem gleichen Argument ("ohne Approbation kein Gehaltsanspruch)ein Gehalt verweigert, obwohl sie therapeutische Arbeit leisten
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Practicus
am Sonntag, 12. November 2017, 23:15

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zu den ersten Semestern, die statt einer bezahlten Medizinalassisentenzeit ein unbezahltes PJ absolvieren "durften", Johannes Rau, damals Wissenschaftsminister in NRW, faselte daraufhin im Radio etwas wie "die verdienen nachher als Ärzte genug, die sollen sich nicht anstelen" und bemerkte süffisant "in keinem akademischen Beruf verdienen Sie vor dem Staatsexamen Geld" - Lehramts- und Rechtsrefendare kamen diesseits des ministerialen Erkenntnishorizonts nicht vor.
Vielleicht ändert sich was mit der Neuordnung der Psychotherapieausbildung: Denn den PIAs wird mit dem gleichen Argument ("ohne Approbation kein Gehaltsanspruch)ein Gehalt verweigert, obwohl sie therapeutische Arbeit leisten
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