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Gießen erhält neues Zentrum für die Lungen- und Infektionsforschung

Donnerstag, 16. November 2017

Gießen – Der Campus Natur- und Lebenswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen erhält einen Neubau für die Lungen- und Infektionsforschung. Am Mittwoch erfolgte der erste Spatenstich für das „Center for Infection and Genomics of the Lung“ (CIGL). „Dass die seit über zehn Jahren in der Exzellenzinitiative geförderte Gießener Lungenforschung im Rahmen des CIGL die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Infektionsforschung verstärken wird, begrüße ich sehr“, sagte der Universitätspräsident Joybrato Mukherjee.

Der Wissenschaftsrat hatte zuvor das neue Zentrum empfohlen, die gemeinsame Wissenschaftskonferenz hatte es daraufhin beschlossen. Finanziert wird das rund 25 Millionen Euro teure Zentrum vom Bund und dem Land Hessen gemeinsam. „Ein von Bund und Land gemeinsam finanzierter Forschungsbau ist stets auch eine Anerken­nung für exzellente wissenschaftliche Leistungen. Insofern freue ich mich, dass mit dem Spatenstich für den Neubau des ‚Center for Infection and Genomics of the Lung‘ die Rahmenbedingungen für die Forschung in einem profilbildenden Bereich an der Justus-Liebig-Universität in Gießen noch weiter verbessert werden können“, sagte der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU).

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„Erkrankungen der Lunge und der Atemwege zählen zu den häufigsten lebensbedroh­lichen Krankheiten. Sie sind weltweit für knapp 50 Prozent der krankheitsbedingten Todesfälle verantwortlich. Gleichzeitig stellen Infektionskrankheiten mit immer neuen Erregervarianten auch in den Atemwegen in Zeiten der Globalisierung eine zusätzliche Bedrohung dar. Daraus resultiert die Notwendigkeit, das Know-how in diesem Bereich zu bündeln“, erklärte Wolfgang Weidner, Dekan des Fachbereichs Medizin.

Gießen ist Sitz des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und Partner­stand­ort des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). In den Neubau mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 1.800 Quadratmetern sollen fünf Professuren einziehen. Unter anderem ist die Unterbringung der Zentralstelle der nationalen Lungen-Biobank und des nationalen Referenzzentrums für die Genomik von pulmonalen Infektionen mit entsprechenden Aufbereitungs-, Robotier- und Lagerungseinrichtungen für Gewebe und Zellen geplant. © hil/aerzteblatt.de

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