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Prävention am Arbeitsplatz: Arbeitnehmer wollen mehr laufen statt sitzen

Freitag, 17. November 2017

26 Minuten mehr stehen statt sitzen würden Arbeitnehmer in Deutschland gern. Am größten ist aber der Wunsch nach mehr laufen: zusätzliche 46 Minuten Bewegung.  /dpa

Köln/Würzburg – In vielen Jobs verbringen Arbeitnehmer die meiste Zeit im Sitzen. Die Zeit am Schreibtisch würden sie dabei am liebsten um etwa ein Drittel (1,4 Stunden) reduzieren. Fast 50 Minuten würden sie gegen Tätigkeiten im Laufen eintauschen und zusätzliche 26 Minuten von einem Acht-Stunden-Arbeitstag würden sie gerne ihre Arbeiten im Stehen verrichten. Das ergab eine Telefonumfrage unter 614 Arbeit­nehmern in Deutschland, die ihren Job am Schreibtisch ausführen. Die Ergebnisse wurden in BMC Research Notes publiziert (2017; doi: 10.1186/s13104-017-2829-9).

Im Durchschnitt schätzen die Befragten, dass sie 73 Prozent ihrer Arbeitszeit im Sitzen verbringen, was 5,4 Stunden eines Acht-Stunden-Arbeitstags entspricht. Laufen oder gar körperlich anspruchsvolle Tätigkeiten nehmen nur knapp 13 beziehungsweise knapp vier Prozent der Zeit ein. Dabei würden sie ihre Arbeit am Schreibtisch gerne auf 54 Prozent reduzieren und stattdessen 16 Prozent der Zeit im Stehen verbringen, 23 Prozent in Bewegung und fast acht Prozent mit körperlichen Aktivitäten füllen.

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Der Wunsch nach weniger sitzen äußerte sich vor allem bei jenen, die lange Arbeits­tage hatten. Je länger die Zeit auf der Arbeit, desto größer das Bedürfnis, vom Schreib­tisch aufzustehen.

Neue Angebote sollen Arbeiten und Laufen verknüpfen

Die meisten Angebote, die darauf abzielen, sitzende Tätigkeiten zu reduzieren, bieten jedoch nur Stehen als Alternative, beispielsweise mit höhenverstellbaren Schreib­tischen. Die Autoren um Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln plädieren daher dafür, dass Präventionsprogramme zukünftig stäker auch Optionen für Fortbewegung in den Arbeitsalltag integrieren. Denn dieser Wunsch war laut Umfrage noch größer als der nach stehenden Tätigkeiten.

Nicht abgefragt haben die Autoren den Gesundheitszustand der Teilnehmer. Dieser sollte bei zukünftigen Studien berücksichtigt werden. © gie/aerzteblatt.de

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