NewsÄrzteschaftErste Komponenten für die Telematik­infrastruktur zugelassen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Erste Komponenten für die Telematik­infrastruktur zugelassen

Freitag, 17. November 2017

Berlin – Der Aufbau der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) kommt voran. Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) hat jetzt den ersten Kompo­nenten für die Anbindung der Praxen an das Netz eine Zulassung erteilt. Für eine Installation in den Praxen sei es aber noch zu früh, informiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).

Für den Anschluss an die TI benötigen Praxen folgende Komponenten: einen Konnektor, ein E-Health-Kartenterminal, einen VPN-Zugangsdienst und einen Praxis­ausweis. Außerdem muss das Praxisverwaltungssystem angepasst werden. Nach der vom Gesetzgeber beschlossenen Fristverlängerung sollen alle Praxen bis Ende 2018 mit der neuen Technik ausgestattet sein. Ab Anfang 2019 sind sie zum Versicherten­stammdatenmanagement verpflichtet.

Bei den von der gematik zugelassenen Komponenten handelt es sich um einen Konnektor, ein E-Health-Kartenterminal und einen VPN-Zugangsdienst. KBV-Vorstands­mitglied Thomas Kriedel zeigte sich erfreut, dass die TI-Vorbereitungen vorankämen. Auch für den Praxisausweis, die sogenannte SMC-B, gebe es einen ersten von der gematik zugelassenen Anbieter – die Bundesdruckerei. Den Ausweis benötigen Praxen zur Registrierung als medizinische Einrichtung, damit der Konnektor eine Verbindung zur TI aufbauen kann.

Eine Übersicht auf der KBV-Website informiert über den aktuellen Stand bei den Zulassungen der Komponenten für die TI. Die KBV geht davon aus, dass in den nächsten Monaten weitere Anbieter Zertifizierungen für ihre Geräte erhalten. „In der ersten Jahreshälfte 2018 werden weitere Zulassungen für Komponenten-Anbieter erwartet, sodass mehr Auswahl besteht, was sich auch im Preis niederschlagen dürfte“, hieß es aus der KBV. Praxen sollten das Preis-Leistungs-Verhältnis des Anbieters insofern prüfen, ob das Angebot zu den Pauschalen passe, welche die Praxen von den Krankenkassen erhielten. Wichtig sei außerdem, dass Praxen sich bei dem Hersteller ihres Praxisverwaltungssystems erkundigten, ob die für die TI nötige Anpassung des Systems schon verfügbar sei. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

19. Juli 2018
Berlin – Bei den Kosten für die Anbindung an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) geht die Industrie auf die niedergelassenen Vertragsärzte zu. Die CompuGroup Medical (CGM) kündigte jetzt an, dass Ärzte,
Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Industrie geht auf Ärzte zu
16. Juli 2018
Berlin – Mitglieder der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) sollen nach dem Willen von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn spätestens ab 2021 auch per Handy und Tablet ihre Patientendaten einsehen
Spahn will Patientendaten auf Handys und Tablets zugänglich machen
16. Juli 2018
Berlin – Vor zwei Wochen hatte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) ein eigenes Modellprojekt zur elektronischen Arzneimittelverordnung angekündigt. Jetzt hat die ABDA gemeinsam
Apotheker und Partner präsentieren „Letter of Intent“ für ein E-Rezept
12. Juli 2018
Berlin – Bei der Ausgestaltung einer elektronischen Patientenakte (ePA) gibt es derzeit Überlegungen, dass Krankenkassen einen direkten Zugriff auf die Praxisverwaltungssysteme von Ärzten und
Ärzte wehren sich gegen Kassenzugriff auf Praxisverwaltungssysteme
11. Juli 2018
Berlin – In der Politik mehren sich die Stimmen, die eine Fristverlängerung für die Anbindung von Arztpraxen an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) fordern. Jetzt sprach sich auch Bundestagsmitglied Tino
Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Immer mehr politische Unterstützung für Fristverlängerung
10. Juli 2018
Düsseldorf – Die Kommission der Europäischen Union (EU) hat Deutschland bei ihrem alljährlich erscheinenden „Digital Economy and Society Index“ (DESI-Index) abgeschlagen auf Platz 21 eingruppiert.
Deutschland bei Digitalisierung öffentlicher Dienste in Europa auf Platz 21
10. Juli 2018
Köln – Die Caritas im Erzbistum Köln hält den Einsatz von Robotern in Pflegeheimen für denkbar. Tatsächlich gebe es im Raum Siegen bereits ein Altenheim, das einen solchen Roboter einsetzt, hieß es am
NEWSLETTER