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Ärzteschaft

KV Rheinland-Pfalz weitet Förderung fachärztlicher Weiterbildung in Praxen aus

Freitag, 17. November 2017

Mainz – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz wird künftig nicht mehr nur ausgewählte Facharztweiterbildungen in der Praxis fördern, sondern weitet ihre Förderung ab dem kommenden Jahr auf alle Fachgruppen aus.

Bekanntlich fördern die KVen schon seit Längerem zusammen mit den Landesverbän­den der Krankenkassen und Ersatzkassen ausgewählte Facharztweiterbildungen in der Praxis. Diese Förderung geht zurück auf das sogenannte GKV-Versorgungs­stär­kungs­gesetz aus dem Jahr 2015. Diese Förderung beträgt 4.800 Euro pro Monat, die an den angestellten Arzt auszubezahlen ist. Das Gesetz fokussiert vor allem auf Augen-, Kinder- und Jugend- sowie Frauenärzte. Aber die Vertragspartner auf Landesebene – also KV und Krankenkassen – können durch eine Vereinbarung je nach Bedarf weitere Fachgruppen bestimmen, die gefördert werden sollen.

In Rheinland-Pfalz sind neben der Allgemeinmedizin bisher Weiterbildungsförderun­gen für folgende Facharztgruppen möglich: Augenheilkunde, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin und Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie.

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„Mit dem Beschluss der Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Rheinland-Pfalz übernimmt diese auch für die restlichen Facharztgruppen Verantwortung dafür, dass auch in Zukunft noch genügend Fachärzte aller Facharztgruppen weitergebildet werden. Hierzu zählen auch weitere grundversorgende Fachärzte wie Nervenärzte, Orthopäden und Urologen“, hieß es jetzt aus der KV. Der Förderanteil der KV betrage für die zusätzlichen Fachgruppen bis zu 2.400 Euro pro Monat und förderfähiger Weiter­bildungsstelle. 

Bei den bislang mit den Krankenkassen konsentierten Fachgruppen übernehmen diese die andere Hälfte der Förderung, also ebenfalls 2.400 Euro. Das erhofft sich die KV jetzt auch für die neuen Fachgruppen: „Wir hoffen, dass auch die Landesverbände der Krankenkassen und Ersatzkassen ihre Verantwortung für das gesamte Spektrum der haus- und fachärztlichen Versorgung übernehmen und ihren Förderanteil von noch­mals 2.400 Euro pro Monat und förderfähiger Weiterbildungsstelle ebenfalls auf die restlichen Facharztgruppen ausweiten“, lautet der Appell des Vorsitzenden der KV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung, Olaf Döscher, an die rheinland-pfälzischen Kranken- und Ersatzkassen. © hil/aerzteblatt.de

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