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Politik

Mehr Menschen beantragen Reha-Maßnahmen zur Wiedereingliederung

Dienstag, 21. November 2017

Technische Hilfen wie ein höhenverstellbarer Schreibtisch können von der Bundesagentur für Arbeit bezuschusst werden.
Technische Hilfen wie ein höhenverstellbarer Schreibtisch können von der Bundesagentur für Arbeit bezuschusst werden. /dpa

Nürnberg – Immer mehr Menschen beantragen bei der Bundesagentur für Arbeit Reha-Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung. Im Jahr 2015 seien dies rund 32.600 Personen gewesen, wie aus einer heute in Nürnberg vorgestellten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. 2010 seien es 27.700 gewesen. Die Anerkennungsquote bei den Anträgen sei ebenfalls leicht von 78 auf 81 Prozent gestiegen.

Unmittelbar im Anschluss an die berufliche Rehabilitation habe mehr als die Hälfte der Personen eine Beschäftigung aufgenommen oder eine zuvor bestehende weiter ausüben können, hieß es. Der Verbleib am Arbeitsplatz werde häufig durch kurzfristige Zuschüsse ermöglicht. Damit würden technische Hilfen wie höhenverstellbare Schreibtische, Bildschirmlesegeräte oder Einhand-Tastaturen gefördert.

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Gerade bei den kurzfristigen Zuschüssen gab es laut Mitteilung einen starken Anstieg. Die vermehrte Vergabe dieser Zuschüsse liegt der IAB-Studie nach unter anderem daran, dass die Arbeitgeber und die betroffenen Beschäftigten heute besser über die Fördermöglichkeiten informiert sind als früher. Ein weiterer Grund sei, dass die Bundes­agentur für Arbeit verstärkt auf die Prävention von Behinderung setze, um eine Beschäftigung zu erhalten und Arbeitslosigkeit oder Erwerbsunfähigkeit zu vermeiden.

Fast die Hälfte der Personen, denen 2015 eine Reha zugesprochen worden sei, weise eine Behinderung des Stütz- und Bewegungsapparats auf, hieß es. Dabei könne es sich etwa um Rückenerkrankungen oder eine Knieverletzung handeln. Am zeithäufigsten handle es sich um Personen mit einer psychischen Behinderung wie etwa einer Depression. Dieser Anteil liege bei knapp einem Drittel. Neben Arbeitslosen würden immer häufiger auch Erwerbstätige Reha-Leistungen in Anspruch nehmen. Sie stellten mit 33 Prozent die zweitgrößte Gruppe nach den Arbeitslosen mit 57 Prozent dar. © kna/aerzteblatt.de

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