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Medizin

Hohe Arbeitslosigkeit nach Krebserkrankung im Kindesalter

Freitag, 24. November 2017

Köln – Überlebende einer Krebserkrankung im Kindesalter haben im Erwachsenenalter ein hohes Risiko für Arbeitslosigkeit. Ein Sechstel der ehemaligen Kinderkrebs­patien­ten ist erwerbslos. Zu diesem Ergebnis kommen Luzius Mader, Gisela Michel und Katharina von der Universität Luzern auf der Basis einer systematischen Literatur­recherche in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 805–12). Die Metaanalyse aller kontrollierten Studien zeige, dass ehemalige Kinderkrebspatienten mit einer 1,5-mal höheren Wahrscheinlichkeit arbeitslos waren als Mitglieder der Kontrollpopulationen. Ehemalige Hirntumorpatienten seien noch deutlich häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Die Überlebensrate krebskranker Kinder hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verbessert. Das hat zu einer ansteigenden Population von erwachsenen Überlebenden geführt. Ehemalige Kinderkrebspatienten hätten jedoch ein hohes Risiko für physische Spätfolgen, führen die Autoren aus. Zwei Drittel der Langzeitüberlebenden litten an mindestens einer chronischen gesundheitlichen Beeinträchtigung und annähernd 30 Prozent an schwerwiegenden Beeinträchtigungen. Obwohl viele ehemalige Kinder­krebs­­patienten gut mit solchen Gesundheitsproblemen umgehen könnten, hätten nicht wenige von ihnen Schwierigkeiten in psychosozialen Bereichen, insbesondere in Bezug auf die Erwerbstätigkeit im Erwachsenenalter.

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Vor dem Hintergrund ihrer Studienergebnisse sprechen sich die Autoren für verstärkte Bemühungen in der Langzeitbetreuung der Betroffenen aus. Die gezielte psychosoziale Nachsorge bei Überlebenden einer Krebserkrankung im Kindesalter könnte zu einer erfolgreichen Arbeitsmarktintegration beitragen. © tg/aerzteblatt.de

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