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Ausland

Diphtherie im Jemen und in Venezuela

Montag, 27. November 2017

Stockholm – Im Jemen und in Venezuela ist es wegen fehlender Impfungen in der Bevölkerung zu Diphtherie-Ausbrüchen gekommen. Aus dem Jemen wurden in den letzten zwei Monaten 120 Erkrankungen gemeldet. In Venezuela sind im Verlauf dieses Jahres wahrscheinlich mehr als 500 Menschen erkrankt. Das Europäische Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hält importierte Erkrankungen für möglich.

Das Risiko einer Ausbreitung der Diphtherie nach Europa sei derzeit gering, heißt es in einer Pressemitteilung. Personen, die in die betroffenen Gebiete reisen, sollten jedoch ihren Impfstatus prüfen und sich gegebenenfalls nachimpfen lassen. Bei Reisenden aus den betroffenen Ländern, die Symptome wie Tonsillitis, Pharyngitis, serosanguinöse Nasensekrete oder Hautläsionen zeigen, sollte ein Verdacht durch Diphtherietests überprüft werden. Bei der Diphtherie erfolgt die Diagnose durch den Erregernachweis aus Rachen-, Nasen- oder Wundabstrichen. Eine schnelle Behandlung und Unter­suchung enger Kontakte sollte durchgeführt werden.

Die Diphtherie ist extrem selten geworden. Der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) wurden 2016 nur 7.097 Fälle gemeldet, in Deutschland traten laut Robert-Koch-Institut nur 13 Erkrankungen auf. Die Impfrate liegt weltweit bei 86 Prozent. © rme/aerzteblatt.de

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