Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Mehr Frauen gründen eigene Praxis

Dienstag, 28. November 2017

/sepy, stock.adobe.com

Düsseldorf – In Deutschland lassen sich mmer mehr Ärztinnen nieder. Das zeigt die aktuelle „Existenzgründungsanalyse Ärzte 2016“, die die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) gemeinsam mit dem Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung (Zi) jährlich durchführt.

Demnach ist der Anteil der Ärztinnen, die sich eine Existenzgründung aufbauen, innerhalb der vergangenen fünf Jahre von 50,4 Prozent auf 55,2 Prozent gestiegen. Bei den bereits niedergelassenen Ärzten sind Frauen mit 39 Prozent nach wie vor in der Unterzahl.

Frauen gehen eher in die Einzelpraxis

Laut Analyse lassen sich Frauen im Vergleich zu Männern deut­lich häufiger in einer Einzelpraxis nieder­. 2016 gründeten 63,5 Prozent der Ärztinnen allein, bei Männern waren es 52,2 Prozent.

Das liegt laut Apobank unter anderem daran, dass männliche Existenzgründer die Fachgebiete Chirurgie (mit 91,3 Prozent) und Orthopädie (mit 92,4 Prozent) dominieren. Die Ausstattung solcher Praxen sei geräteintensiv und mit höheren Investitionen verbunden, die in einer Kooperation auf mehrere Schultern aufgeteilt werden könnten. Frauen dagegen favorisierten die Bereiche Gynäkologie (mit 83,3 Prozent) und Psychotherapie/Psychiatrie (mit 77,6 Prozent), die in der Regel als Einzelpraxen geführt würden.

Das Durchschnittsalter von Frauen bei der Existenzgründung betrug laut Analyse 41,8 Jahre. Damit waren die Ärztinnen im Schnitt zum ersten Mal seit Beginn der Auswertung im Jahr 2011 etwas jünger als ihre männlichen Kollegen mit 42,3 Jahren.

Laut der Apobank fällt auf, dass Frauen sich im Vergleich zu Männern häufiger niederlassen, wenn sie unter 36 beziehungsweise wenn sie über 40 Jahre alt sind. Es lege nahe, dass diese Entwicklung eng mit der Familienplanung zusammenhänge, und Ärztinnen mit Kinderwunsch sich entweder davor oder danach für eine eigene Praxis entschieden, hieß es aus der Bank. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

17. April 2018
Luxemburg – Kirchliche Arbeitgeber dürfen nicht bei jeder Stelle von Bewerbern eine Religionszugehörigkeit verlangen. Dies stellte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg heute zu einem Fall aus
Kirchliche Arbeitgeber dürfen Konfession nicht immer verlangen
7. März 2018
Rostock/Greifswald – In Führungspositionen sind Frauen in vielen Wirtschaftszweigen nach wie vor unterrepräsentiert. Das trifft auch auf Universitätskliniken zu, wie Beispiele aus
Wenige Frauen in universitären Spitzenpositionen, mehr in der Pharmaforschung
28. Februar 2018
Berlin/Erfurt – Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Lan­des­ärz­te­kam­mer Thüringen planen im Vorfeld des 121. Deutschen Ärztetags in Erfurt einen expliziten Austausch mit jungen Ärzten. Dafür soll es am 7. Mai
Dialog mit jungen Ärzten vorm Ärztetag geplant
31. Januar 2018
Düsseldorf – Der Frauenanteil in der Ärzteschaft in Nordrhein-Westfalen (NRW) wächst rasant. Von 2006 bis 2016 wuchs die Zahl der hauptamtlich tätigen Ärztinnen landesweit um gut 58 Prozent auf knapp
Zahl der Ärztinnen in Nordrhein-Westfalen wächst rasant
17. Januar 2018
Berlin – Im Februar startet der neue Ärztemonitor, in dessen Rahmen das Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des
KBV und NAV-Virchow-Bund befragen niedergelassene Ärzte
12. Januar 2018
Berlin – Frauen in Führungspositionen im Gesundheitswesen sollen von einem neuen Frauennetzwerk „Women in Global Health – Germany“ profitieren. Heute fiel der Startschuss für das Netzwerk. Denn obwohl
Frauennetzwerk zur globalen Gesundheitspolitik gestartet
8. Dezember 2017
Köln – Die Gehälter von nicht medizinischen Führungskräften in Krankenhäusern steigen in diesem Jahr erstmals stärker als die der Ärzte. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Personal- und

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige