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Neues Fußzentrum will Amputationen bei Diabetikern reduzieren

Mittwoch, 29. November 2017

Regensburg – In Deutschland leiden rund 250.000 Patienten an einem diabetischen Fußsyndrom (DFS), das pro Jahr zu rund 40.000 Amputationen im Bereich der unteren Extremitäten führt. Ein neues Zentrum in Regensburg will jetzt die Versorgung verbessern und die Amputationsrate senken. „Wir gehen davon aus, dass etwa 80 Prozent der Amputationen bei Diabetikern vermeidbar wären“, urteilt Melanie Kandulski, ärztliche Leitung der diabetologischen Fußambulanz des neuen Fuß­zentrums.

Das Zentrum bietet eine multiprofessionelle Versorgung aus den Bereichen Innere Medizin, Dermatologie, Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und plastische Chirurgie. Außerdem versorgen speziell geschulte Pflegekräfte, examinierte Wundmanager und Diabetesberater die Patienten.

„Wir optimieren engmaschig die Blutzucker- und Stoffwechseleinstellung unserer Patienten, überprüfen und verbessern die periphere Durchblutung und minimieren so das Fortschreiten polyneuropathischer und kardiovaskulärer Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus“, umreißt Kandulski das medizinische Leistungsspektrum des Zentrums.

In der Ambulanz können sich Diabetespatienten mit typischen Fußfehl­stel­lungen vorstellen. Sollte es bereits zu einem diabetischen Fußsyndrom gekommen sein, erfolgt in der Ambulanz neben der fachgerechten Säuberung und dem Debride­ment der Wunde eine dem Wundstadium angepasste, individuelle und problemorien­tierte Wundversorgung. 

„In Bayern ist die Versorgung von Patienten mit einem diabetischen Fußsyndrom ausbaufähig. In der Oberpfalz kommen etwa 1.300 Patienten auf eine spezialisierte ambulante Einrichtung, in Nordrhein-Westfalen sind es im Vergleich 385 Patienten. Mit unserem Angebot schließen wir also eine Versorgungslücke in der Region“, betonte Kandulski. © hil/aerzteblatt.de

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