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Hochschulen

Gemeinsame Arbeit an Krebsmedikamenten für Kinder

Donnerstag, 30. November 2017

Heidelberg – Forschungsinstitute und Arzneimittelhersteller untersuchen in einem neuen Verbundprojekt namens „ITCC-P4“, welche Medikamente vorrangig gegen Tumore im Kindesalter erprobt werden sollten. Die Abkürzung steht für „Innovative Therapies for Children with Cancer – Paediatric Preclinical Proof-of-concept Platform“. Das Forschungskonsortium wird von der Europäischen Union gefördert und vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und dem Pharmaunternehmen Eli Lilly gemeinsam geleitet. 

„Trotz aller Forschungsfortschritte der letzten Jahrzehnte sterben europaweit heute noch jährlich etwa 6.000 Kinder und Heranwachsende an Krebs. Daher besteht der dringende Bedarf an neuen wirksamen Medikamenten, die gegen die alterstypischen Krebsarten besonders wirksam sind“, hieß es aus dem DKFZ.

Für zehn verschiedene Krebsarten des Kindesalters, die heute oftmals nur unzurei­chend behandelt werden können, wollen die Wissenschaftler des Konsortiums insgesamt 400 patientenindividuelle präklinische Modelle entwickeln. Dazu werden Tumorzellen der einzelnen Patienten auf Mäuse übertragen und können dann umfassend in ihrer Biologie untersucht und präklinisch getestet werden.

Das übergeordnete Ziel der Initiative ist, die Entwicklung neuer Medikamente für krebs­kranke Kinder zu beschleunigen und neue Biomarker zu erforschen, um die Medika­mente möglichst passgenau einsetzen zu können. Die Tumormodelle, die im Rahmen der ITCC-P4-Initiative in den beteiligten akademischen Forschungszentren entwickelt werden, sollen später für den Aufbau einer Plattform bereitstehen, um an ihnen künftige Wirkstofftests für Kinder mit Krebserkrankungen durchzuführen.

„Aus Sicht eines Kinderonkologen ist das ITCC-P4-Projekt ideal, um die forschungs­getriebene Entwicklung neuer Medikamente für Hochrisiko-Krebsarten bei Kindern voranzubringen – mit einem europaweiten, gemeinsamen Kraftakt“, sagte Stefan Pfister vom Hopp-Kindertumorzentrum am nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und dem DKFZ. © hil/aerzteblatt.de

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Ein Gast
am Donnerstag, 7. Dezember 2017, 12:07

aha soso

Erstens bezweifle ich die Zahl 6000 an. Offiziell wird von 1800 Kindern im Alter bis zu 15 Jahren gesprochen. Das sind etwa 1% aller Krankheiten bei Kindern, Zweitens gibt es mehrere Arten von Krebs bei Kindern.Die häufigsten Krebserkrankungen sind Leukämien mit 31 %, gefolgt von Tumoren des Zentralnervensystems (Hirntumoren) mit etwa 24 % und Lymphomen mit ungefähr 11 %. Verhältnismäßig häufig sind auch das Neuroblastom (circa 7 %) und das Nephroblastom (Wilms-Tumor, 5 %).
Dass diesen Kindern geholfen werden muss ist unbestritten. Und jetzt kommt mein ganz großes ABER. Es wird versucht diese Krankheiten zu bekämpfen , mit immer neuen Medikamenten. Wie steht es eigentlich mit der Erforschung der Ursachen? Ich denke, dass dabei die Anhäufung von Aluminium und Quecksilber, sowie anderen Nervengiften in Impfstoffen eine Rolle spielt. Aber das aufzudecken? Da würde sich ja die Katze selbst in den Schwanz beißen.

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