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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein schreibt rote Zahlen

Donnerstag, 30. November 2017

Kiel – Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat das vergangene Jahr mit einem Defizit von gut 49 Millionen Euro abgeschlossen. Darunter seien 30 Millionen für Bauinvestitionen, die herausgerechnet werden müssten, sagte UKSH-Sprecher Oliver Grieve heute. Zunächst hatte NDR 1 Welle Nord berichtet. Zehn weitere Millionen seien Zinsen und Abschreibungen, die das Land als Eigentümer wegen der Schuldenbremse nicht übernehme.

Damit bleibe ein operatives Defizit von zehn Millionen Euro, sagte Grieve. Als Gründe hob er die bisherige ungünstige bauliche Struktur, die laufenden umfangreichen Bauarbeiten und die niedrige Vergütung der Kliniken im Norden (Landesbasisfallwert) hervor. Das UKSH müsse zudem auch Patienten übernehmen, die andere Kliniken nicht behandeln könnten oder aus Kostengründen nicht wollten. „Trotz alledem werden wir 2017 mit einer schwarzen Null abschließen“, sagte Grieve.

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Das UKSH ist eine der größten Klinikbaustellen in Deutschland. Bis Anfang des nächsten Jahrzehnts werden in Kiel und Lübeck für mehr als eine halbe Milliarde Euro Kliniken und Stationen neu gebaut.

Das Uniklinikum hat mittlerweile einen Schuldenberg von mehr als 300 Millionen Euro angehäuft. Es baue auf das Versprechen, dass das Land dem UKSH die Altschulden erlässt, sagte Grieve. Er verwies auch darauf, dass im Gegensatz zum Uniklinikum die anderen Kliniken vom Land über 70 Prozent ihrer Kosten für Bauinvestitionen und Großgeräte erstattet bekämen. Wäre das auch beim UKSH so, ergäbe dies eine hohe dreistellige Millionensumme. Das könne das Land nicht leisten. „Wir wünschen uns deshalb vom Land jährlich 50 Millionen für Baukosten und Großgeräte, damit wir zukunftssicher planen können.“ © dpa/aerzteblatt.de

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