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Ärzteschaft

Marburger Bund hält Bürgerversicherung für unsozial

Montag, 4. Dezember 2017

Osnabrück – Der Marburger Bund (MB) hat Überlegungen kritisiert, im Rahmen einer möglichen neuen Großen Koalition eine Bürgerversicherung für alle einzuführen. Dies könne Nachteile für Geringverdiener zur Folge haben, sagte der Vorsitzende des Ärzteverbandes und CDU-Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke der Neuen Osnabrücker Zeitung.

Alle Umfragen zeigten, dass die Bürger mit dem aktuellen Gesundheitswesen sehr zufrieden seien, so Henke. Das habe maßgeblich mit dem gegliederten Versicherungs­system zu tun. „Ich glaube, eine Einheitskasse würde dazu führen, dass das Leistungs­niveau sinkt“, sagte Henke vor dem Hintergrund entsprechender Forderungen aus der SPD. Wenn der Vergleich verschiedener Systeme wegfalle, fehle der Anreiz zur Innovation. „Die Einheitskasse wäre der Einstieg in eine Ausweitung von Zusatz­versicherungen, die dann auch nur Besserverdienende bezahlen können. Sozial ist das nicht.“

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Der SPD-Fraktionsvize und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wirbt vor möglichen Verhandlungen über eine Große Koalition für eine Bürgerversicherung im Fall von Krankheit und Pflege. Sie sei ein „zentrales Anliegen“ seiner Partei. Dagegen warnen die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und weitere Ärzteverbände vor einer Einheits­versicherung.

In Deutschland gibt es ein Nebeneinander von gesetzlicher und privater Kran­ken­ver­siche­rung. 90 Prozent der Bundesbürger sind gesetzlich versichert. Befürworter einer einheitlichen Bürgerversicherung versprechen eine Gleichbehandlung aller Versicherten. © kna/aerzteblatt.de

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