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Medizin

Luftverschmutzung schwächt die Knochen

Dienstag, 5. Dezember 2017

Stefan Redel - stock.adobe.com

New York - US-Senioren, die in Gegenden mit erhöhtem Feinstaubgehalt der Luft leben, haben einer Studie in Lancet Planetary Health (2017; 1: e337-e347) ein erhöhtes Risiko auf osteoporotische Knochenbrüche, die eine Langzeitstudie mit einer verminderten Bildung von Parathormon in Verbindung bringt.

Eine Schädigung der Knochen durch Feinstaub und andere Umweltschadstoffe ist, um im Bild zu bleiben, nicht völlig aus der Luft gegriffen. Tabakrauch führt in Tier­versuchen nachweisbar zu einem Verlust von Knochenmasse, und epidemiologische Studien haben gezeigt, dass postmenopausale Frauen häufiger an Osteoporose erkranken, wenn sie rauchen.

Ein Team um Andrea Baccarelli von der Mailman School of Public Health in New York hat jetzt erstmals den Einfluss von Luftschadstoffen in zwei Studien untersucht. In einer ersten Studie setzten die Forscher bei 9,2 Millionen Medicare-Begünstigten im Nordosten der USA die Häufigkeit von Krankenhausbehandlungen wegen osteo­porotischer Frakturen mit der Luftschadstoffbelastung in Beziehung. Ergebnis: Höhere Feinstaubwerte (PM 2,5) waren mit einem um 4 Prozent erhöhten Frakturrisiko assoziiert. Das relative Risiko von 1,041 war aufgrund der hohen Teilnehmer- und Fallzahl mit einem 95-Prozent-Konfidenzintervall von 1,030 bis 1,051 signifikant.

Für die zweite Studie analysierten die Forscher die Daten von 692 Teilnehmern der „BACH/Bone“-Studie, die die Osteoporose-Risiken von Männern mittleren Alters aus einkommensschwachen Schichten untersucht. Bei den 1.219 Teilnehmern wurden sowohl ausführliche Labortests zum Knochenstoffwechsel als auch zwei Knochen­dichtemessungen im Abstand von acht Jahren durchgeführt. Da die Wohnorte der Teilnehmer bekannt waren, konnte Baccarelli sie mit der Konzentration des Parathormons in Beziehung setzen. Frühere Studien hatten gezeigt, dass Raucher niedrigere Parathormon-Werte haben. Endokrinologen deuten dies als Gegenreaktion des Körpers auf eine Kalziummobilisierung durch das Rauchen. 

Baccarelli kann zeigen, dass auch ein erhöhter Feinstaub- und Rußgehalt der Luft den Parathormonspiegel leicht senken kann. Die möglichen Folgen zeigten sich bei der zweiten Knochendichtemessung. Ein erhöhter Rußgehalt der Luft war mit einem höheren Verlust der Knochendichte in verschiedenen Knochenregionen verbunden einschließlich Oberschenkelhals und distalem Radius, die beide für osteoporotische Frakturen prädisponiert sind. © rme/aerzteblatt.de

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rp__bt
am Mittwoch, 6. Dezember 2017, 00:06

Natürlich haben Leute auf dem Land stärkere Knochen...

...schließlich ist auf dem Land die Wahrscheinlichkeit viel höher, daß sie harte Arbeit im Freien verrichtet haben und damit mehr Vitamin D erzeugt und mehr Knochen aufgebaut haben als Mc-Donalds-fressende Stadtmenschen.

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