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Ärzteschaft

Bayern: Die Niederlassungs­förderung wirkt

Donnerstag, 7. Dezember 2017

München – Auf positive Effekte der Nieder­lassungs­förderung weist die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns hin. Nach der Anwerbung von zwei Hautärzten im unter­fränkischen Landkreis Haßberge hat der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen die hautärztliche Unterversorgung in diesem Planungsbereich aufgehoben.

Auch für den niederbayerischen Planungsbereich Essenbach kann die KV erfreuliche Nachrichten vermelden. Zwei Hausärzte konnten dort für eine vertragsärztliche Tätigkeit gewonnen und so die drohende Unterversorgung im hausärztlichen Bereich abgewendet werden. Die neu niedergelassenen Ärzte haben von den finanziellen Förderprogrammen der KV profitiert.

Neue Engpässe

Allerdings musste der Landesausschuss für drei Planungsbereiche neue Engpässe feststellen. Aufgrund der Altersstruktur der Ärzte vor Ort droht eine Unterversorgung in Speichersdorf (Oberfranken) und Tirschenreuth (Oberpfalz) für die Fachgruppe der Hausärzte sowie in der Region Ingolstadt für die Fachgruppe der Kinder- und Jugend­psychiater. Damit gelten derzeit in Bayern zwölf hausärztliche und sieben fachärztliche Planungsbereiche als unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht.

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„Sofern das Bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terium die Beschlüsse des Landesauschusses nicht beanstandet, wird die KV auch in diesen Planungsbereichen finanzielle Förder­maßnahmen ausschreiben, um Ärzte für diese Regionen zu gewinnen“, kündigte die Ärzteorganisation an.

Neben der KV fördert auch die Bayerische Staatsregierung die Niederlassung. Laut der Bayerischen Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml (CSU) wurden aus dem Landes­programm bislang 299 Hausärzte, 22 Fachärzte und 50 Psychotherapeuten gefördert. Außerdem habe das Programm 117 Medizinstudierende mittels Stipendien unterstützt, sagte die Ministerin Ende Oktober. © hil/aerzteblatt.de

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