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Ärzteschaft

Erster Anbieter erhält Zulassung für Praxisausweis

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Berlin – Die Bundesdruckerei hat als erster Produzent der elektronischen Praxisausweise, der SMC-B (Security Module Card Typ B), die Zulassung für die Produktion erhalten. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) heute hingewiesen. Vertragsarzt- und Vertragspsychotherapeutenpraxen ist es nun möglich, sich an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur anzuschließen.

„Ich freue mich sehr darüber, dass nun mit dem Praxisausweis den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten auch das letzte Puzzleteil für die Anbindung an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) durch den ersten Anbieter zur Verfügung gestellt wird“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel. Er sprach von einem „bedeutenden Schritt“ nach vorn für die sektorenübergreifende Vernetzung im Gesundheitswesen.

Instrument zur Authentifizierung

Der Praxisausweis ist eine Komponente der vielfältigen technischen Voraussetzungen, die für die Anbindung an die TI notwendig sind. Dieser ermöglicht es den Praxen, sich gegenüber dem digitalen Gesundheitsnetzwerk sicher zu authentifizieren. Weitere Zulassungen für Anbieter von Praxisausweisen erwartet die KBV Anfang 2018. „Ärzte und Psychotherapeuten sollten darauf achten, welches Angebot für sie am besten ist“, so Kriedel.

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Beantragen können Praxen den Ausweis grundsätzlich bei zugelassenen Kartenherstellern. Der Anbieter holt dann bei der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung die Bestätigung darüber ein, dass der Antragssteller tatsächlich Vertragsarzt oder -psychotherapeut ist und damit Anspruch auf einen Praxisausweis hat.

Die Tele­ma­tik­infra­struk­tur hat zum Ziel, alle Beteiligten im Gesundheitswesen wie Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Apotheken, Krankenkassen miteinander zu vernetzen. So soll die Online-Kommunikation sektorenübergreifend zwischen den einzelnen Akteuren im Gesundheitswesen möglich sein.

Nach dem E-Health-Gesetz sollen alle Praxen bis zum 1. Januar 2019 an die TI angeschlossen sein und als erste Anwendung das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchführen können. Folgen sollen der Not­fall­daten­satz und die elektronische Variante des bekannten Medikationsplans. © may/EB/aerzteblatt.de

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