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Uniklinik Heidelberg für Strahlenschutz bei Computertomografien ausgezeichnet

Freitag, 8. Dezember 2017

Heidelberg – Die Universitätsklinik Heidelberg ist für ihr besonderes Engagement zum Strahlenschutz bei Computertomografien (CT) ausgezeichnet worden. Die Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie erhielt fünf Sterne der Initiative „EuroSafe Imaging“ der Europäischen Gesellschaft für Radiologie. Diese Auszeichnung erhalten nur radiologische Kliniken und Abteilungen, die bestmögliche Strahlenschutz­maßnahmen umsetzen, kontinuierlich an einer weiteren Verbesserung forschen und die umfangreichen Zertifizierungskriterien der Initiative erfüllen. 

Dem Heidelberger Radiologenteam unter Leitung von Hans-Ulrich Kauczor ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Strahlenbelastung bei CT durchschnittlich um die Hälfte zu reduzieren und die in Deutschland geltenden Grenzwerte deutlich zu unterschreiten. „Die große Herausforderung der diagnostischen Radiologie ist es, für jeden Patienten und jede Fragestellung individuell eine angemessene Strahlen­belastung abhängig von der erforderlichen Bildgenauigkeit zu ermitteln“, hieß es aus Heidelberg.

Ein neues Verfahren, an dem die Heidelberger Radiologen gerade arbeiten, ist die sogenannte iterative Rekonstruktion. Dabei verfügt ein CT-System dank spezieller Software gewissermaßen über anatomisches Wissen. Es erwartet daher bestimmte Strukturen an bestimmten Stellen – zum Beispiel bei einer Querschnittsaufnahme des Bauches Darmschlingen, ein Stück Leber, Aorta und Wirbelsäule – und gleicht das reale Bild des Patienten mit diesem Modell ab. Auf diese Weise ist es in der Lage, auch bei geringem Kontrast die entsprechenden Strukturen zu erkennen und darzustellen – und auf diese Weise die Strahlendosis zu reduzieren.

„Ich gehe davon aus, dass wir mit neuen Methoden, die wir speziell in den letzten anderthalb Jahren bei uns an der Klinik eingeführt haben, die Strahlenbelastung unserer Patienten zukünftig nochmals um 25 Prozent reduzieren können“, erläuterte Kauczor.  © hil/aerzteblatt.de

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