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Medizin

Influenza-Mortalität weltweit höher als bislang angenommen

Donnerstag, 14. Dezember 2017

/dpa

New York – Weltweit sterben jedes Jahr zwischen 290.000 bis 650.000 Menschen an durch Influenzaviren hervorgerufenen Atemwegserkrankungen. Entsprechende Modellrechnungen haben jetzt das United States Centers for Disease Control and Prevention (CDC) und die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO veröffentlicht. 

Dies ist eine Steigerung gegenüber der vorherigen globalen Schätzung von 250.000 bis 500.000 Todesfälle, die vor über zehn Jahren erstellt wurde und alle mit der Grippe zusammenhängenden Todesfälle einschloss, einschließlich Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes. Die neuen Zahlen beruhen auf Daten aus einer größeren, vielfältigeren Gruppe von Ländern, einschließlich der Länder mit niedrigem mittleren Einkommen, und schließen Todesfälle durch nicht respiratorische Erkrankungen aus.

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Nach Angaben der US-CDC ereignen sich die meisten Todesfälle bei Menschen im Alter von über 75 Jahren und in den ärmsten Regionen der Welt. In Afrika südlich der Sahara besteht danach das weltweit größte Risiko für die Grippemortalität, dicht gefolgt vom östlichen Mittelmeerraum und Südostasien. Fast alle Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren mit influenzabedingten Infektionen der unteren Atemwege treten in Entwicklungsländern auf.

„Diese Zahlen zeigen die hohe Belastung durch die Grippe und ihre erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Kosten für die Welt“, sagte Peter Salama, Exekutivdirektor des WHO-Programms für gesundheitliche Notfälle. Er forderte, „alle Länder, reiche und arme, große und kleine, müssen zusammenarbeiten, um die Grippeausbrüche vor der nächsten Pandemie einzudämmen“.

Dazu gehöre der Aufbau von Kapazitäten zur Erkennung und Reaktion auf Ausbrüche und die Stärkung der Gesundheitssysteme, um die Gesundheit der am stärksten gefährdeten und am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen zu verbessern, so der WHO-Exekutivdirektor. © hil/aerzteblatt.de

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