NewsMedizinAmbulant erworbene Harnwegsinfektion: Neue klinische Leitlinie erschienen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Ambulant erworbene Harnwegsinfektion: Neue klinische Leitlinie erschienen

Freitag, 15. Dezember 2017

/RFBSIP, stock.adobe.com

Eschweiler – Bei Harnwegsinfektionen nehmen die Resistenzen gegen Antibiotika stetig zu. Ein rationaler Einsatz antimikrobieller Substanzen könnte die Resistenz­entwicklung bremsen. Evidenz dazu beinhaltet die aktualisierte S3-Leitlinie zu unkomplizierten, bakteriellen, ambulant erworbenen Harnwegsinfektionen bei Erwachsenen, die im Deutschen Ärzteblatt vorgestellt wird (Dtsch Arztebl Int 2017; 114(50): 866-73).

Welches Antibiotikum bei einer Zystitis, einem unkomplizierten Harnwegsinfektion , asymptomatischer Bakteriurie oder einer Pylonephritis am besten zum Einsatz kommt, wird in der Leitlinie zusammengefasst. Auch die Dosierung können ihr die Ärzte entnehmen. Leidet der Patient jedoch bei einer unkomplizierten Harnwegsinfektion  nur an leichten bis mittelschweren Beschwerden, empfiehlt die Leitlinie eine symptomatische Therapie mit Ibuprofen alternativ zu Antibiotika.

Erstmals hat das Autorenteam unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) die Prophylaxe rezidivierender Harnwegsinfektionen  thematisiert. Sie raten zunächst zu nichtantibiotischen Maßnahmen. An erster Stelle steht eine ausführliche Beratung, um sicher zu stellen, dass Patienten risikoreiches Verhalten vermeiden.

Sie sollten beispielsweise ausreichend trinken, nicht unterkühlen und keine übertriebene Intimhygiene durchführen. Erst wenn diese Maßnahmen umgesetzt wurden, folgen weitere nichtantibiotische Therapien. Infrage kommen unter anderem eine Immunprophylaxe aus einem E.coli Lysat oder mittels inaktivierter Keime spezifizierter Enterobakterien. Mannose und Phytotherapeutika empfehlen die Autoren ebenfalls. © gie/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

fartasch
am Samstag, 16. Dezember 2017, 01:54

Wahl des obigen Photos

Es ist schwer einzusehen, welchen Weiterbildungszweck obiges Photo verfolgt: Ein angezogener Mann, der sich eine junge Frau in Unterwaesche anschaut. Die Photowahl ist peinlich. Etwas mehr Sensitivitaet erwarte ich vom Deutschen Aerzteblatt!

Nachrichten zum Thema

17. Juli 2018
Berlin – Zu oft, zu lange oder zu hoch dosiert: Schmerz- und Migränemittel können vorbestehende Kopfschmerzen verstärken und in eine chronische Krankheit verwandeln. Menschen mit häufigen
Neue S1-Leitlinie zu Kopfschmerz bei Übergebrauch von Schmerzmitteln
13. Juli 2018
Berlin – Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Hodgkin-Lymphoms bei erwachsenen Patienten aktualisiert. Die neue Version
S3-Leitlinie zum Hodgkin-Lymphom aktualisiert
12. Juli 2018
Silver Spring/Maryland – Die US-Arzneibehörde FDA hat die Sicherheitsinformationen zu den seit 3 Jahrzehnten zugelassenen Antibiotika aus der Gruppe der Fluorchinolone erneut aktualisiert. In den
Fluorchinolone: FDA warnt vor mentalen Störungen und hypoglykämischem Koma
2. Juli 2018
Boston – Die Angabe einer Penicillinallergie führt nicht selten zur Verordnung von Breitbandantibiotika. Dies hat laut einer bevölkerungsbasierten Kohortenstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2018;
Penicillinallergie fördert Infektion mit MRSA und C. difficile
25. Juni 2018
Berlin – Eine neue Wirkstoffklasse soll gegen multiresistente Bakterien wirken. Entdeckt hat die Klasse von Lipopeptid-Antibiotika ein Wissenschaftlerteam des Fachgebiets Biologische Chemie von der
Lipolanthine: Neues Antibiotikum gegen MRSA entdeckt
20. Juni 2018
München – Ein neues in Deutschland entwickeltes Antibiotikum gegen Tuberkulose wird jetzt klinisch erprobt. Die neu entwickelte Prüfsubstanz mit der Bezeichnung BTZ043 soll auch gegen multiresistente
In Deutschland entwickeltes Antibiotikum gegen Tuberkulose wird klinisch erprobt
15. Juni 2018
Stockholm – Die Zunahme von carbapenemresistenten Enterobakterien (CRE) in einigen südeuropäischen Ländern bereitet Infektiologen auch in anderen EU-Ländern zunehmend Sorgen. Das Europäische Zentrum

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER