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Ärzteschaft

Experten sprechen sich für unterstützende und palliative Pflege in der Krebsbehandlung aus

Freitag, 15. Dezember 2017

Lugano – Mit einem Positionspapier hat die (ESMO) auf die wachsende Diskrepanz zwischen den Bedürfnissen von Krebspatienten und der tatsächlichen Anwendung patientenorientierter Pflege in der Praxis hingewiesen. Damit unterstreicht die Fachorganisation für medizinische Onkologie die Bedeutung psychosozialer Angebote im Rahmen der Krebsbehandlung.

Mit dem Papier will die Organisation dazu beitragen eine allgemeine Kultur der unterstützenden und palliativen Pflege sowie deren Akzeptanz zu entwickeln. Aktuell würden grundlegende Bedürfnisse der Patienten wie die Linderung von Schmerzen noch nicht umfassend genug berücksichtigt.

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„Es gibt möglicherweise einen Unterschied zwischen dem, wovon Ärzte denken, dass es für Patienten wichtig ist, und dem, was Patienten tatsächlich benötigen“, verwies ESMO-Fachbereichskoordinatorin und Autorin Karin Jordan auf aktuelle Studiener­gebnisse. Demnach bräuchten Krebspatienten nicht nur Tumorbehandlungen, sondern in jedem Krankheitsstadium auch physische, psychische, soziale und geistige Unter­stützung. Den Studien zufolge verbessert palliative und unterstützende Pflege nicht nur die Behandlung, sondern trägt auch zur Reduzierung der Behandlungskosten bei.

In ihrem Positionspapier spricht sich die ESMO deshalb gegen eine standardisierte Behandlung von Krebspatienten aus und fordert stattdessen eine individualisierte Behandlung auf Basis detaillierter physischer und psychologischer Bewertungen. Zudem sollten Beurteilungen durch die Patienten in hohem Maße unterstützt werden. Denn so könne im Unterschied zu klassischer Pflege, genau die Therapieform gewählt werden, die mit einer Verbesserung der Lebensqualität, weniger Krankenhaus­aufenthalten und sogar einer höheren Überlebensrate einhergehe. © hil/sb/aerzteblatt.de

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