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Ärzteschaft

Neuer Begutachtungs­leitfaden zur multimodalen Schmerztherapie

Freitag, 15. Dezember 2017

Berlin – Der Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativmedizin in Deutschland (BVSD) und der Medizinischen Dienst der Kran­ken­ver­siche­rung haben den überarbeiteten Begutachtungsleitfaden zur vollstationären multimodalen Schmerztherapie veröffentlicht.

Der aktualisierte Begutachtungsleitfaden orientiert sich inhaltlich eng an den aktuellen Leitlinien, mit deren evidenzbasierten ärztlichen Entscheidungshilfen für die strukturierte medizinische Versorgung. Er bündelt Kriterien, um die Notwendigkeit einer vollstationären multimodalen Schmerztherapie zu beurteilen und soll so Unklarheiten und Missverständnisse veränderter Versorgungsprozesse beseitigen.

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„Dennoch ist es aufgrund der Komplexität der chronischen Schmerzkrankheit nicht möglich, harte Kriterien dafür zu definieren, welche Patienten und welche Fall­konstellationen eine vollstationäre Behandlung mit multimodaler Schmerztherapie benötigen“, verdeutlichte BVSD-Vorsitzender Joachim Nadstawek. Diese Entscheidung könne immer nur individuell durch den Krankenhausarzt getroffen und durch den MDK-Gutachter beurteilt werden. Der Begutachtungsleitfaden zur vollstationären multi­modalen Schmerztherapie biete jedoch eine „sehr hilfreiche Entscheidungsbasis“.

Die aktualisierten Positionen werden allen Gutachtern der Medizinischen Dienste als ergänzender Begutachtungsleitfaden zur Verfügung gestellt. Auch die Krankenkassen sowie Krankhäuser erhalten über den BVSD Zugang dazu. © hil/sb/aerzteblatt.de

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