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Neues Nachsorgeprogramm für junge Krebspatienten

Dienstag, 19. Dezember 2017

Hamburg – Eine bundesweites Nachsorgeprogramm für junge Krebspatienten koordiniert das „Universitäre Cancer Center Hamburg“ (UCCH) des Universitätsklini­kums Hamburg-Eppendorf (UKE). Das Programm namens „Care for Caya“ konzentriert sich insbesondere auf junge Menschen, die sich im Übergang zum Erwachsenwerden befinden.

Die Abkürzung „Caya“ steht für children (Kinder), adolescents (Heranwachsende) und young adults (junge Erwachsene). „Bisherige Erkenntnisse zeigen, dass Jugendliche und junge Erwachsene nach einer überstandenen Krebserkrankung eine andere Ansprache und Motivation benötigen als Kinder oder Erwachsene“, erläuterte Alexander Stein, stellvertretender Direktor des UCCH.

Prävention wichtig

Die Patienten seien von den Begleiterscheinungen nach einer überstandenen Krebsbe­handlung besonders betroffen. „Cayas befinden sich in einer Lebensphase, die von einem vitalen und nach Autonomie strebenden Vorwärtsgefühl geprägt ist“, hieß es aus Hamburg. Es könne eine Zeit der ersten Liebe und Bindung, des Bestehens in Gruppen, der Übernahme von Verantwortung und der Entwicklung einer Zukunftsperspektive sein.

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Die überstandene Krebserkrankung stehe im krassen Widerspruch zu dieser vitalen Lebensphase. „Neben den notwendigen medizinischen Nachsorge- und Früher­kennungs­­untersu­chun­gen sind frühzeitige präventive Maßnahmen wichtig, um unsere jungen Patienten bei einer aktiven Lebensplanung zu unterstützen“, so Stein.

Bei dem neuen Programm betreue daher ein Team aus Ärzten, Ernährungs­wissen­schaftlern, Sporttherapeuten und Psychologen die Teilnehmenden in Lebensstil-Fragen. In der Ernährungsberatung fänden praktische Einheiten wie Kochkurse oder ein Einkaufstraining statt. Außerdem erhielten die Patienten konkrete Handlungs­empfehlungen für ihren Alltag und würden zu ihrer persönlichen Belastungssituation befragt.

„Das Programm wurde unter dem Motto ‚Aktiv sein. Leben planen‘ in 14 Zentren deutschlandweit gemeinsam aufgebaut, um die fachübergreifende und vernetzte Versorgung und damit Langzeitprognose von jungen Krebsüberlebenden nachhaltig zu verbessern“, so die Initiatoren. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesaus­schusses fördert das Programm mit 3,1 Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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