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Politik

Hohe Kita-Betreuungsquote stärker für Gesundheitserziehung nutzen

Donnerstag, 28. Dezember 2017

/dpa

München – Die in den vergangenen Jahren stark gestiegene Betreuungsquote in Kindertagesstätten und Ganztagsschulen sollte dafür genutzt werden, um die Grundregeln eines gesundheitsförderlichen Lebensstils zu vermitteln. Das fordert die Stiftung Kindergesundheit. Sie weist darauf hin, dass mittlerweile mehr als 2,8 Millionen Schulkinder am Ganztagsschulbetrieb teilnehmen und 614.000 Kleinkinder in Kindertagesstätten betreut werden. 82,4 Prozent von ihnen erhalten dort eine Mittagsverpflegung. 

„Wir sollten die dadurch entstandenen Chancen für die Gesundheit der Kinder besser nutzen“, forderte Berthold Koletzko, Stoffwechselexperte der Universitätskinderklinik München und Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. Er betonte, Gewohnheiten und Einstellungen würden entscheidend in den ersten Lebensjahren geprägt. Kinder­garten und Grundschule spielten deshalb bei der ganzheitlichen Gesundheitsbildung eine besondere Rolle, so Koletzko.

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Programme entwickelt

Die Stiftung Kindergesundheit hat für die Gesundheitserziehung in Kita und Ganztags­schule eigene Programme entwickelt, die die Einrichtungen nutzen können. So richtet sich das Programm „TigerKids“ an Kinder in Kindertagesstätten.

Die Mitarbeiter der Einrichtungen können laut Stiftung damit durch einfache und spielerische Elemente vor allem drei Bereiche gesundheitsbewussten Verhaltens fördern: Freude an regelmäßiger Bewegung, das Trinken von Wasser anstelle von energiereichen, gezuckerten Getränken und den genussvollen Verzehr von Gemüse und Obst als Zwischenmahlzeit anstelle von dickmachenden Süßigkeiten.

An Kinder in Ganztagsschulen richtet sich das Programm „Die Rakuns“. Dabei handelt es sich um eine Waschbärenfamilie im Comic-Stil. Mit den Comic-Waschbären sollen die Schüler Bewegung und Entspannung, ausgewogene Ernährung sowie regelmäßige Körperpflege und -hygiene als wichtige Elemente einer gesunden Lebensweise kennenlernen.

Das Angebot der Stiftung Kindergesundheit in Zusammenarbeit mit der Krankenkasse IKK classic wurde jetzt um ein Materialpaket für ältere Grundschüler der Klassen drei und vier erweitert. Das Projekt enthält auch ein kindgerechtes Internet­angebot. Ein Modul zur Medienkompetenz führt die älteren Grundschüler an einen sicheren Umgang mit Internet, Smartphone und Computerspielen heran. 

Der Ausbau für Kinderbetreuung in Kitas und Ganztagesschulen hat die Lebenschancen von Familien deutlich verbessert. Von den damit einhergehenden Angeboten könnten vor allem Kinder aus bildungsfernen Familien profitieren, stellt die Stiftung Kinder­gesundheit fest. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #720508
e.ne
am Freitag, 29. Dezember 2017, 02:04

Sich was "denken" und "Fordern" kann man ja ...

Nur haben weder Kitas noch Betreuer/Betreuung noch "Ganztagsschulen" etwas mit Gesundheit
zu tun - es ist nach aller Erfahrung das Gegenteil. Entweder eine Überforderung wie hier ...
die Kleinen haben mehr als eine 40 Stundenwoche ...bzw klarer Missbrauch.
Soviel verstehen die von Gesundheit und Gesunderhaltung alle nicht als dass es der Rede wert wäre.
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