Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Fertigstellung der Schutzhülle über Tschernobyl-Ruine verzögert sich

Mittwoch, 20. Dezember 2017

/dpa

Berlin/Prypjat – Die Abschlussarbeiten an der Schutzhülle über der Atomruine Tschernobyl in der Ukraine verzögern sich. Die Installation der Membranen, die den sogenannten Sarkophag mit der bestehenden Gebäudestruktur verbinden, dauere wegen der hohen Strahlenbelastung länger als erwartet, heißt es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen.

Es gehe dabei aber nicht um die Grundkonstruktion der Hülle, erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums heute in Berlin. Von einem reibungslosen Ablauf sei man bei einem so komplizierten Projekt nicht ausgegangen. Zuerst hatte Spiegel Online darüber berichtet.

36.000 Tonnen Schutzhülle

Gut 30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl hatten Spezialisten im November 2016 die Ruine mit der Schutzhülle verschlossen. Der 36.000 Tonnen schwere Sarkophag soll 100 Jahre Sicherheit vor radioaktiver Strahlung garantieren. Deutschland hat sich nach Angaben des Umweltministeriums mit etwa 200 Millionen Euro am Bau der gigantischen Schutzhülle beteiligt.

Der Bau soll Ende Mai 2018 abgeschlossen werden, wie der ukrainische Umwelt­minister Ostap Semerak am 8. Dezember per Facebook mitgeteilt hatte. Grund für die Verzögerung ist nach Angaben der Bundesregierung das sehr hohe Strahlungsniveau an einem Ende der Schutzhülle. Um die Arbeiter zu schützen, könne dort nur zeitlich eingeschränkt gearbeitet werden. Zudem habe es beim Bau eines Belüftungssystems Verzögerungen gegeben.

„Es verheißt nichts Gutes, dass sich schon die Arbeiten am Sarkophag so stark verzö­gern und komplizierter sind als zunächst gedacht“, sagte die atompolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl © dpa/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

05.02.18
Handystrahlen: Schwannome und längeres Leben bei männlichen Ratten
Research Triangle Park/North Carolina – Die Exposition mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern, die bei der Benutzung von Mobiltelefonen auftreten, hat in Langzeituntersuchungen bei männlichen......
02.02.18
Umweltministerium prüft besseren Notfallschutz bei nuklearem Unfall
Den Haag/Berlin – Nach einer Rüge niederländischer Experten will die Bundesregierung mögliche Verbesserungen beim Notfallschutz nach einem nuklearen Unfall prüfen. Das Bundesumweltministerium dränge......
26.01.18
Strahlenschutz­experten wollen Hautkrebs­prävention gesetzlich verankern
München – Bessere Möglichkeiten zur Vorbeugung von Hautkrebs fordert das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zusammen mit Experten des UV-Schutz-Bündnisses. Das ist eine Kooperation von Gesellschaften,......
08.12.17
Uniklinik Heidelberg für Strahlenschutz bei Computertomografien ausgezeichnet
Heidelberg – Die Universitätsklinik Heidelberg ist für ihr besonderes Engagement zum Strahlenschutz bei Computertomografien (CT) ausgezeichnet worden. Die Klinik für diagnostische und interventionelle......
14.11.17
Atomarer Ernstfall: Sonderaktion für kostenlose Jodtabletten endet
Aachen – Bürger in der Aachener Region haben morgen die letzte Gelegenheit, kosten- und formlos Jodtabletten zu beantragen. Die Bezugsscheine, die sie übers Internet erhalten, können sie dann nach......
30.10.17
Zehntausende versorgen sich mit Jodtabletten für atomaren Ernstfall
Aachen – Zehntausende Menschen in der Region Aachen haben sich aus Angst vor einem Atomunfall bei einer Verteilaktion der Behörden mit Jodtabletten versorgt. Einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur......
06.10.17
Friedensnobelpreis für Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen
Oslo – Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (Ican). Die Auszeichnung setzt ein Signal für ein Verbot von Nuklearwaffen. Die......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige