Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Universitätsmedizin in Greifswald baut Zusammenarbeit mit China aus

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Greifswald – Das Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald wird künftig noch enger mit der School of Medicine and Health Management an der Huazhong Universität für Wissenschaft und Technologie in Wuhan in China zusammen­arbeiten. Eine erste Kooperation besteht bereits seit 2015. Schwerpunkt der Arbeit sind Versorgungsproblemen in ländlichen Regionen und mögliche Lösungsansätze.

„Die Versorgungsforschung wird viele Länder in den kommenden Jahrzehnten stark beschäftigen, da sich die Probleme in ländlichen Regionen weltweit verschärfen“, erklärte der Vorstands­vorsit­zende der Universitätsmedizin Greifswald, Max Baur. Die intensivere internationale Zusammenarbeit in diesem Fachgebiet sei dementsprechend der folgerichtige Schritt für zukunftsweisende Modelle.

Gemeinsame Projekte geplant

Im Rahmen der Zusammenarbeit wollen die Partner gemeinsam Konferenzen ausrich­ten, Nachwuchswissenschaftler austauschen und gemeinsame Studien und Projekte initiieren.

„Auch wenn die Gesundheitssysteme in China und Deutschland sehr unterschiedlich sind, so gibt es ähnlich gelagerte große Herausforderungen bei der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum“, erläuterte Wolfgang Hoffmann, Leiter der Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health in Greifswald. Auf der Basis dieser Kooperation könne man Erfahrungen austauschen und gemeinsam innovative Lösungen entwi­ckeln.

Ein typisches Problem im chinesischen Gesundheitswesen sei beispielsweise, dass die Patienten bei Erkrankungen nicht in der optimalen Ebene des Versorgungssystems behandelt würden. „Es gibt in China drei Arten von medizinischen Zentren von der Primär- bis zur Maximalversorgung“, so Hoffmann.

Patienten würden zum Beispiel zu oft unnötig auf ein Zentrum der zweiten oder dritten Ebene ausweichen, obwohl ein Zentrum der Primärversorgung für ihre Versorgung besser geeignet wäre. Das sei „ganz ähnlich wie die in Deutschland häufige Problematik, dass viele Patienten mit Bagatellfällen die Notaufnahme eines Kranken­hauses aufsuchen, anstatt sich an ihren Hausarzt zu wenden“. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

04.01.18
Peking macht Fortschritte im Kampf gegen Smog
Peking – Im Kampf gegen den Smog in Peking zeigen die Umweltschutzmaßnahmen nach Angaben der Behörden Wirkung. Die Luftwerte in der chinesischen Hauptstadt seien 2017 die besten seit Einführung der......
27.10.17
Studie: Blutdruck in China außer Kontrolle
Peking – Schätzungsweise 200 Millionen Erwachsene in China haben einen zu hohen Blutdruck, aber weniger als 15 Prozent werden behandelt. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie an 1,7 Millionen......
21.06.17
Deutschland und China suchen nach Gemeinsamkeiten
Berlin – Trotz der Unterschiede im Gesundheitssystem zwischen Deutschland und China ist in beiden Systemen die Digitalisierung aktuell eines der wichtigsten Themen. Das wurde auf dem 10. Symposium der......
14.03.17
Altersforschung: Ein längeres Leben mit zunehmend schlechter Gesundheit
Durham/Rostock – Vergleicht man einen 100-Jährigen 1998 mit einem 100-Jährigen 2008, sollte man davon ausgehen, dass der zehn Jahre später Geborene einen gesundheitlichen Vorteil hat. Das ist jedoch......
01.03.17
Shanghai verschärft Rauchverbot an öffentlichen Orten
Shanghai – Die Stadtverwaltung von Chinas größter Stadt Shanghai hat das Rauchverbot auf alle öffentlichen Gebäude und einige Außenflächen erweitert. Zuvor war Rauchen nur in einigen Gebäuden......
17.02.17
China verzeichnet 79 Todesfälle durch Vogelgrippe im Januar
Peking – China hat einen deutlichen Anstieg von Todesfällen durch Vogelgrippe zu verzeichnen: Allein im Januar starben nach offiziellen Angaben fast 80 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus......
07.02.17
Peking setzt im Kampf gegen Aids auf traditionelle chinesische Medizin
Peking – Im Kampf gegen Aids setzt die Regierung in Peking auf traditionelle chinesische Medizin. Die Zahl der Aids-Patienten, die nach dieser traditionellen Lehre behandelt werden, müsse im Vergleich......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige