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Projekt zur besseren Versorgung bei Gelenkersatz gestartet

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Mainz – Den Behandlungsweg für Patienten verbessern, die ein künstliches Gelenk erhalten, will ein Projekt namens „Promise“ (Prozessoptimierung durch interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung bei Patienten mit Hüft- und Knieendoprothesen), das jetzt in Mainz startet.

Am Projekt werden 16 Partner und 5.000 Patienten beteiligt sein. Initiator und Koordinator ist Philipp Drees, Leiter der Orthopädie und Rheumaorthopädie der Universitätsmedizin Mainz. Der Innovationsauschuss des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) unterstützt das Vorhaben mit 5,1 Millionen Euro.

Best-Practice-Leitfaden geplant

Im Rahmen eines bereits 2015 gestarteten Vorläuferprogramms konnten die Mainzer die Verweildauer der Patienten, die eine Knieprothese erhalten hatten, von durchschnittlich 12,45 Tage auf 7,73 Tage senken. Auch nach dem Einsatz einer Hüftprothese verweilten die Patienten im Durchschnitt nur noch 6,5 Tage in der Klinik statt wie bislang rund elf Tage.

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Die Projektpartner wollen nun einen Best-Practice-Leitfaden entwickeln, nach dem regionale und überregionale Krankenhäuser der Regelversorgung ihre Behandlung ausrichten können. So sollen unter anderem beim Gelenkersatz neuartige schonendere chirurgische Verfahren zum Einsatz kommen, um Komplikationen weitgehend zu vermeiden. Darüber hinaus sollen die Patienten nach der OP früher mobilisiert werden, um schneller zu genesen. Mit dem Ziel einer schnelleren Rehabilitation soll den Patienten insgesamt eine aktivere Rolle im Behandlungsprozess zukommen.

„Immer mehr Menschen sind angewiesen auf Knie- und Hüftprothesen. Eine verbesserte Versorgungsqualität und schnellere Genesung bedeutet für sie einen großen Zugewinn an Mobilität und Lebensqualität – und genau hier setzt Promise an“, so der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Universitätsmedizin Mainz, Staatssekretär Salvatore Barbaro. © hil/aerzteblatt.de

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E-M.W
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 20:13

Bessere und schnellere Mobilisierung nach Implantation einer Gelenkendoprothese

Das gilt m.E. ebenso für andere Gelenkendoprothesen, z.B. Ellenbogengelenk. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich die Krankenkassen schwer tun mit der Ermöglichung einer stationären AHB oder Reha. Dabei ist doch die Ursache, die zur Gelenkdestruktion geführt hat, wichtig; z.B. eine schwere Rheumatoide Arthritis, bei der die Mobilisierung der Nachbargelenke Berücksichtigung finden müssen.
LNS

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