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Ausland

Zahl der Cholerafälle im Jemen steigt auf rund eine Million

Donnerstag, 21. Dezember 2017

/dpa

Genf – Beim größten bekannten Choleraausbruch der Geschichte haben sich im Bürgerkriegsland Jemen in den vergangenen Monaten etwa eine Million Menschen mit der gefährlichen Durchfallerkrankung angesteckt. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) teilte heute mit, die Marke sei überschritten worden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sprach hingegen von 998.000 Verdachtsfällen der Infektionskrankheit. 2.227 Menschen seien aufgrund der verheerenden humanitären Situation an der Cholera gestorben.

Nach Angaben der WHO habe sich der Anstieg der Verdachtsfälle in den vergangenen drei Monaten jedoch verlangsamt. Der Ausbruch hatte ab April dieses Jahres Fahrt aufgenommen und schnell mehrere Hunderttausend Fälle erreicht. Den Informationen zufolge haben 16,4 der etwa 28 Millionen Jemeniten in dem armen Land auf der arabischen Halbinsel keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.

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In vielen Teilen des Landes sind die Infrastruktur und die Gesundheitseinrichtungen wegen des jahrelangen Bürgerkrieges weitgehend zerstört. Im Jemen unterstützt eine saudisch geführte Militärkoalition die international anerkannte Regierung des Landes und fliegt Angriffe auf die Huthi-Rebellen. Diese kontrollieren weite Teile vor allem im Norden des Landes.

Seit März 2015 sind in dem Bürgerkrieg laut den Vereinten Nationen mehr als 5.600 Zivilisten gestorben. Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger teilte heute mit, dass sie ihre Arbeit in der Hafenstadt Hodeida wegen der Kämpfe nahe der Stadt einschränken musste. © dpa/aerzteblatt.de

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