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Ärzteschaft

Landgericht Berlin stoppt Neufassung der S3-Leitlinie Neuroborreliose

Mittwoch, 27. Dezember 2017

/Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Berlin – Die Neufassung der S3-Leitlinie Neuroborreliose darf von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) nach einer einstweiligen Verfügung des Berliner Landgerichts (Az.: 19 O 349/17) bis auf Weiteres weder verabschiedet noch veröffentlicht werden. Das hat das Gericht kurz vor den Weihnachts­­feiertagen entschieden, wie aus dem Beschluss hervorgeht, der dem Deutschen Ärzteblatt (DÄ) vorliegt. Für Zuwiderhandlung wurde ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro festgesetzt, ersatzweise Ordnungshaft bis zu sechs Monaten.

Den Antrag bei Gericht gestellt hatten die an der Leitlinienentwicklung beteiligten Patientenorganisation Borreliose und FSME Bund Deutschland sowie die Deutsche Borreliose-Gesellschaft. Hintergrund des Rechtsstreits ist nach Angaben des Borreliose und FSME Bund Deutschland, dass die DGN die von den Patientenverbänden abgegebenen Dissenshinweise zur Leitlinie lediglich in den Leitlinienreport und nicht in den Leitlinientext aufnehmen wollten. Nach Aussage des Borreliose und FSME Bund Deutschland wird der Leitlinienreport von Behandlern und Gutachtern „in der Regel nicht gelesen“.

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Vorwürfe der Patientenverbände

Der Borreliose und FSME Bund Deutschland betonte heute, das Gericht habe mit der einstweiligen Verfügung bestätigt, dass sich die Deutsche Gesellschaft für Neurologie an die „anerkannten Regularien der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlich medizinischer Fachgesell­schaften (AWMF) zu halten habe, wonach die begründeten Sondervoten beider Antrags­steller in den Leitlinientext aufzunehmen“ seien. Sie fordert eine Rückkehr an den Verhand­lungstisch, um die Leitlinie „patientenwürdig und praktikabel zu überarbeiten“.

„Ohne die Chance, die aus zahllosen Patientenerfahrungen und Behandlungsfällen erwachsenen wichtigen Erkenntnisse, zum Beispiel zur Wirksamkeit von länger dauern­den und wiederholten Antibiotikabehandlungen, zur Kenntnis nehmen zu können, drohen als Konsequenzen der bisherigen Leitlinienversion fehlerhafte und irreführende Diagnostik, Therapieverweigerungen, Fehlbehandlung mit Folgen, fehlerhafte Gutachten sowie unrichtige und unkritische Rechtsprechung“, teilte der Borreliose und FSME Bund Deutschland mit.

In den Dissenshinweisen, die dem vorliegen, kritisiert der Verein unter anderem, nicht ordentlich in die Leitlinienarbeit eingebunden gewesen zu sein. Darüber hinaus werden Zweifel an der Unabhängigkeit der Leitlinienautoren laut.

Die DGN konnte auf Nachfrage zeitnah keine Stellungnahme abgeben, will sich aber im neuen Jahr zu den Vorgängen äußern. Ob die DGN gegen die einstweilige Verfügung vorgeht ist daher unklar. Die AWMF, gegen die die Patientenverbände ebenfalls eine einstweilige Verfügung angestrengt hatten, konnte sich inhaltlich nicht äußern. Das Berliner Landgericht hatte die einstweilige Verfügung gegen die AWMF aber auch als unzulässig abgewiesen, weil der Gerichtsstand Frankfurt am Main ist. © may/EB/aerzteblatt.de

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Avatar #738234
Günther Binnewies
am Mittwoch, 10. Januar 2018, 11:01

Versorgungsnotstand statt Leitliniengeplänkel

Nach sicherlich 10.000e Beratungsgespräche mit Borreliose-Patienten (ich habe sie nicht gezählt), wird es heute immer schwieriger den Betroffenen zu raten, wenn die Ärzte nicht den Standard im Auge behalten. Die Versorgung ist ernsthaft gefährdet! Da hilft letztlich auch keine Leitlinie, auf die sich ein Borreliose-Patient berufen kann, wenn der Arzt es nicht will. Da haben die Selbstverwaltungsorgane! der Ärzte (Landesärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen, u.a.) auf ganzer Linie versagt. Zeigt sich auch daran, dass die Initiative Gemeinsam Klug Entscheiden (GKE) der AWMF durch die DGIM kurzerhand des Gemeinsamen entledigt wurde.
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Mittwoch, 10. Januar 2018, 00:33

Ein schwarzer Tag für die Wissenschaft

Wissenschaft funktioniert durch Dialog und durch den Wettstreit der Ideen und Fakten, Wissenschaft funktioniert NICHT durch einstweilige Verfügungen. Bereits in der alten Leitlinie von 2012 gibt es einen Abschnitt „Post-Lyme-Disease-Syndrome und chronische unspezifische Beschwerden, assoziiert mit positiver - Borrelienserologie“, wo einiges zu dieser Thematik gesagt wird.

Ob es das Post-Lyme-Disease-Syndrome gibt oder nicht, zu dieser Frage möchte ich mich hier nicht äußern. Einige Fakten sprechen dafür: Das Hauptreservoir für Borrelien sind Kleinsäuger (siehe auch RKI-Ratgeber für Ärzte, dort Hinweis auf unterschiedliche Infektionsraten bei den verschiedenen Zeckenstadien), durch die Winterpause für die Zecken müssen Borrelien über längere Zeit in den Kleinsäugern infektionsfähig bleiben; auch ist die Serologie bei Borrelien oft anders als bei anderen Krankheitserregern (Schlagwort IgM-Persistenz), kurz gesagt, es dürfte einige interessante Evasionsmechanismen bei Borrelien geben, die wir noch nicht komplett verstanden haben. Andererseits ist der Mensch ein Fehlwirt, und die Anpassungen, die im Kleinsäuger funktionieren, können im Menschen wirkungslos sein. Auch gibt es bereits wissenschaftliche Arbeiten zu diesem Thema, bei allen Problemen bei der Diagnostik der Borreliose, aber ein Post-Lyme-Disease-Syndrome als HÄUFIGE Folge einer Borrelien-Infektion kann mit Sicherheit ausgeschlossen werden.

Bleibt also die Hypothese über das Auftreten dieses Krankheitsbildes als seltener Verlauf mit unspezifischer Symptomatik und fehlender Objektivierbarkeit durch Laborbefunde. Wo ist hier das Problem? Die Leitlinie Neuroborreliose äußert sich zu dem akuten Krankheitsbild und gibt dafür Empfehlungen. Das chronische Krankheitsbild ist außerhalb der Leitlinie, damit gibt es keine Vorgaben für die Therapie. Eine Langzeittherapie mit Doxycyclin ist kein Kostenproblem (Doxycyclin ist eines der preiswertesten Antibiotika), wichtiger als die Kosten sind hier die Nebenwirkungen. Bleibt die Frage der Anerkennung als mögliche Berufskrankheit und der Berentung. Hier geht es um wirklich relevante Summen und hier ist das Zögern der Kostenträger mangels objektivierbarer Befunde mehr als verständlich. Die Situation ist durchaus ähnlich der beim Chronic fatigue Syndrom, auch hier gab es schon erbitterte Diskussionen im Ärzteblatt.

Um auf den Anfang zurück zu kommen. Der Weg zu den Leitlinien war mühsam. Gerade weil die menschliche Wahrnehmung oft trügt, geht der Weg weg von der EMINENZbasierten Medizin hin zur EVIDENZbasierten Medizin. Eine einstweilige Verfügung ist der kurze Weg, sich in einer Leitlinie an der Forderung nach objektivierbaren und beweisbaren Fakten vorbei zu mogeln. Wer den Patienten wirklich helfen will, der schafft durch Publikationen wissenschaftliche Fakten. Eine einstweilige Verfügung in diesem Kontext empfinde ich als Betrug und als Sieg der Winkeladvokaten über die Wissenschaft, deshalb ist dieses Ereignis für mich ein schwarzer Tag für die Wissenschaft.
Avatar #738234
Günther Binnewies
am Dienstag, 9. Januar 2018, 14:02

Ein Meilenstein für Patientenorganisationen.

Patienten lassen sich nicht mehr als (Patienten-)Gut behandeln. Sie nehmen eine aktivere Rolle im Marktgeschehen „Gesundheit“ ein. Ärzte geraten unter Reputationszwang. Gesteuerte Umfragen (KBV) halten das nicht auf.
Bei der derzeitigen Hysterie (Antibiotic Stewardship), zu hohe Verschreibungsraten an Antibiotika zu minimieren, geht der Schuss nach hinten, wenn notwendige Therapien (Standard d. Med.) aus medizinischer Unkenntnis (Versorgungslücke) verbleiben, uneinsichtige Diagnostik- (MS, etc.), Therapiediversifikationen (z.B. Off Label Use, Über-, Unter- und Fehltherapie) erfolgen oder Pharmazeutika in einer Art und Weise verwandt werden, die nicht den Fachinformationen entsprechen. Darin fällt die Leitlinie gegenüber der Praxis auseinander.
Urgrund des Mit-Übels sind immer wieder mangelhafte Kenntnisse über die Erreger selbst – erhebliche Möglichkeiten der Durchdringung auf die Therapie direkten Einfluß zu nehmen – mit den verschiedensten Strategien: Biofilm, Effluxpumpe, horiz. Gentransfer, zystische -, granuläre -, zellwandlose Formen, Quorum sensing, …, die offensichtlich der Biologie bekannt sind, kaum aber der Medizin. Daraus ergibt sich der resultierend-herrschend, eingeengte diagnostisch-therapeutische Notstand.
Die Vielfalt der Borreliose ist sehr viel umfangreicher, als es sich Mediziner meist vorstellen: Erscheinungen (EM), Symptome – unklare Klinik, immunologische Antworten, Bezüge zu Soma und Psyche, Zeitberücksichtigungen, Erregerverhalten, Bewertungen zu den verschiedensten Konstellationen, oft sogar falsche Einstellung zu Begriffen wie „Ausschlußdiagnostik“, Therapiekontrollen, Berücksichtigung anderer Fachdisziplinen (z.B. Ophtalm-, Gynäk-, Kardiologie), deren Über- und Unterbewertungen, … werden sehr sehr unterschiedlich, meist aber unzureichend gewürdigt. Siehe auch:
https://www.springermedizin.de/lyme-borreliose/borreliose/lyme-borreliose-bei-unklarer-klinik-auf-serologiebefunde-warten/15292936
Die Bewertung des Laborergebnisses bereitet vielen Ärzten immer noch große Schwierigkeiten. Sie verlassen sich auf Pauschalaussagen des Labors – pauschal, weil Angaben zu Begleitumständen und zum Befinden des Patienten dem Labor i.d.R. nicht mitgeteilt werden.
Sind die LB/NB-Leitlinien (u.a. 030/071) in der Lage, die Kluft zwischen ihr und dem Fachärztemangel nachhaltig zu überwinden oder bleibt es weiterhin beim status quo der Diskrepanz in der Klinik-Einschätzung: was ist (Neuro-)Borreliose und was nicht? Prof. J.-D. Hoppe: „… viele naturwissenschaftliche Anforderungen dazugekommen – das hat das Berufsbild verändert. Der Arzt ist vom Künstler zum Ingenieur geworden.“ – kollidiert mit der Praxis.
Der medizinische (auch der technische) Fortschritt dient nicht mehr den Menschen sondern allein dem System selbst. Dies drückt sich inzwischen auffallend in der A/P-Kommunikation aus. Die Fähigkeiten der Menschen werden blockiert, deren Möglichkeiten, flexibel auf die Einwirkungen zu reagieren, drastisch reduziert – quantifiziert! Im Verlauf wird der Social Score (Gesamtbild des Wertes einer Person) per Gesundheits-App eingeführt. Wer betreibt ausreichend Prävention, Impfungen, Wohlverhalten, wer anerkennt „post mortem“-Def., wer lässt sich ohne Widerspruch auf OP‘s ein, …? PEF, SDM, GKE, … stehen offenbar gegen Virchow: „Die Medicin ist eine sociale Wissenschaft, und die Politik ist weiter nichts, als Medicin im Grossen“ – bestätigt von http://www.aerzteblatt.de/archiv/147908: »Montgomery: Auf nationaler Ebene erreichen Medizin, Forschung und Lehre schon die Politik – es ist aber eine immer wieder spannende Frage des eigenen Standpunktes, ob diese Durchdringung „ausreichend“ ist.« – von der Medizin über die Politik auf die Gesellschaft. Dagegen steht der allgemeine Vertrauensverlust. EMMA (Experten/Mensch-Maschine-Asymmetrie) sollte keine weitere Steigerung erfahren!*
Wie wäre das Versagen tatbestandsmäßig (bzgl. Sorgfaltspflicht vs. Sachkenntnis) zu werten (welche Art Rechtswidrigkeit) – im Allgemeinen und unter der Besonderheit der Borreliose: (un-)bewusste Fahrlässigkeit, objektive -, subjektive (Übernahmeverschulden) Sorgfaltspflichtverletzung? Vernachlässigung des Sicherstellungsauftrags (Faktencheck: s. 9. Änd. ÄAppO) – schicksalhafter Verlauf? Oder dürften unter dieser Sachlage keine Patienten behandelt werden? Gehen solch schwere Versorgungslücken unter oder braucht es weitere 30 Jahre? Der Paradigmenwechsel ist fällig!
Die rechtlich verbriefte (§ 1 SGB V) Durchsetzungskraft der Versicherten und Patienten muss gewährleistet sein (GKE), solange es keine Fachärzte für Infektiologie gibt!
Eigenverantwortung (d. Pat.) sollte kein Feigenblatt für die Medizin sein – aus Mangel an Menschenbild.

* „… Der Berücksichtigung der Präferenzen und Erwartungen von Patienten wird bei Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung eine große Bedeutung beigemessen …“ http://zefq-journal.com/article/S1865-9217(08)00336-X/pdf
„… Ob wir es wollen oder nicht – als Patienten erfahren wir an eigenem Leib und Seele, woran es in der Versorgung noch mangelt. Etwa wenn ein Arzt aktuelles medizinisches Wissen zur speziellen Fragestellung oder die individuelle Konstellation nicht ausreichend berücksichtigt. …“ http://www.aezq.de/mdb/edocs/pdf/schriftenreihe/schriftenreihe33.pdf
Avatar #738492
Ludoviko
am Freitag, 5. Januar 2018, 19:13

Einstweilige Verfügung war dringend nötig

@amygdala: ich würde gerne verstehen, warum Sie der Meinung sind, jemand "disqualifiziere" sich, weil er in einem Streitfall ein deutsches Gericht anruft, das ihm obendrein noch Recht gibt? Ich dachte, das wäre in einem Rechtsstaat ein normales Verfahren, um Konflikte, die sich offensichtlich nicht immer vermeiden lassen, aus der Welt zu schaffen. Der Rechtsstaat gilt doch wohl auch für Ärzte, oder?
Avatar #738278
@Amygdala
am Samstag, 30. Dezember 2017, 15:55

Einstweiligen Verfügung wozu?

Wem nützt diese einstweilige Verfügung?
Weder uns Ärzten, noch Patienten die sich auf diese Weise öffentlich disqualifizieren.
Geht es der Patientenorganisation Borreliose und FSME Bund Deutschland um medizinische Verbesserungen der Diagnostik und Therapie???
Nebensächlichkeiten ob Dissenserklärung dieser Patientenorganisation im Leitlinienreport Leitlinientext aufgenommen wird, oder um persönliche Profilierung?

Welche exakten medizinisch-wissenschaftliche Sachargumente wurden von der Patientenorganisation eingebracht und angeblich durch zahlenmäßige Übermacht von Mandanten der Fachgesellschaften überstimmt?
Es scheint paradox, dass ausgerechnet die Initiatorin dieses Rechtsstreits den beteiligten Fachgesellschaften Interessenskonflikte unterstellt. Wissenschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit abspricht, aber selbst den Umfang ihrer direkten finanziellen Interessen verweigert.
Dass es diese Patientenorganisation scheinbar mit der Wahrheit nicht genau nimmt, zeigen auf ihrer Facebookseite die handfesten Dementis der weiteren Patientenorganisationen Onlyme und BZK, gegen den Vorwurf sie haben ihr Okay zur Leitlinie gegeben und waren nicht zu bewegen, es zurück zu ziehen.

Die fragwürdige Dissenserklärung aus der Facebookseite des Borreliose und FSME Bund:

„Wir waren als größte Borreliose-Patientenorganisation Deutschlands mit über 2.500 Mitgliedern in die Entwicklung der vorgelegten Leitlinie Neuroborreliose zwar eingebunden, hatten aber keine Chance, Jahrzehnte lange Patientenerfahrung einbringen zu können. Bei strittigen Themen, im Speziellen bei der Bandbreite diagnostischer Untersuchungsmethoden sowie bei Therapiedosierungen und Therapiedauer, wurden wir durch die zahlenmäßige Übermacht von Mandanten der Fachgesellschaften überstimmt.
Studien – die meisten außerhalb Europas und aus dem letzten Jahrhundert – wurden schwerer aufgewogen als aktuelle Patientenerfahrung aus Deutschland. Unser Begehren nach zwei Sondervoten, die eine Lücke für die verantwortliche Entscheidung des behandelnden Arztes für die Diagnostik und Therapie offen halten sollten, wurde abgelehnt. Wir sehen uns als Patientenorganisation in der Rolle einer Alibifunktion missbraucht.
Mit Ausnahme der Deutschen Borreliose-Gesellschaft e.V. sprechen wir den übrigen beteiligten Fachgesellschaften die wissenschaftliche und finanzielle Unabhängigkeit ab. Sie erhalten Mittel teilweise in Millionenhöhe aus jenen Pharmasparten, die einen wirtschaftlichen Nutzen aus Fehldiagnosen, Fehl- und Mindertherapien generieren, unter anderem aus dem immensen Medikamentenmarkt für Depression, Multiple Sklerose, Chronische Schmerzen.
Außerdem diskreditieren wir zwei als Experten Benannte, die im Konsensusprozess nicht eingebunden waren, in der Leitlinie aber als obere Instanz dargestellt sind.
• Prof. H.W. Pfister benützte in der Vergangenheit Textpassagen der Vorgänger-Leitlinie in seinen Gutachten zur Abwehr von Forderungen von Borreliosepatienten an private Unfallversicherungen. Er zog und zieht also als Privatgutachter einen persönlichen finanziellen Nutzen aus Leitlinien-Formulierungen, die er als Experte initialisiert.
• Prof. H.W. Kölmel ist im Jahr 2008 aus der noch immer als Referenz benutzen Helios Klinik Erfurt in den Ruhestand ausgeschieden. Die Tatsache, dass er „ab und zu“ in einer Internistischen Gemeinschaftspraxis tätig ist, rechtfertigt nicht, ihn noch immer als Experten für aktuell zu bewertende Borreliose-Erkrankungen zu bezeichnen.
Borreliose und FSME Bund Deutschland e.V. www.borreliose-bund.de
Ute Fischer, Vorsitzende
07. September 2017“
Avatar #738234
Günther Binnewies
am Freitag, 29. Dezember 2017, 10:55

Vertrauensförderung

Das ist die wissenschaftliche Einstellung der Medizin: auf der einen Seite exakt bis zum Lebensende – koste es was es wolle (auch bzgl. des Weltbildes)* –dann aber 4+4=7,5-Einstellung. Das fördert nicht gerade das Vertrauen in einen Wissenschaftszweig, der sich wissenschaftlich nennt. Die Medizin steckt in einem Dilemma bis hin zur Notfallversorgung, die auch LB-Patienten einmal trifft. Ich schätze, dass eine prinzmetal-Angina in D. kein Kardiologe diagnostiziert.
*„… Die Entscheidung den Tod zu akzeptieren und nicht noch den letzten Strohhalm versuchen zu ergreifen, ist eine zutiefst persönliche und damit eigenverantwortliche. … Sind wir nicht alle süchtig nach dem Leben? Schutz des Patienten vor sich selbst in verzweifelter Situation, … .“135 Roters, NZS 2007, 176 (179) aus H. Brunkhorst et al. Der „medizinische Standard“ … .
Avatar #79783
Practicus
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 23:46

@staphylokokkus

Sehr richtig bemerkt... das erinnert gespenstisch an einige US-Staaten, in denen die Evolutionstheorie an öffentlichen Schulen nicht verbreitet werden darf...
Selbsthilfegruppen - oder sollte man sagen: Personen, die SHG für die Vervielfältigung oder Bestätigung des eigenen Weltbilds missbrauchen? - repräsentieren nur einen selektierten, kleinen Ausschnitt der Betroffenen, oft scharen sie sich um Ärzte oder Heilpraktiker, die vermeintlich den Stein der Weisen gefunden haben wollen. Selbst der Archetyp der SHG, die "Anonymen Alkoholiker", transportiert eher Glaubensinhalte als wissenschaftliche Erkenntnis, bekämpft diese sogar, wenn sie nicht ins sorgsam konstruierte Weltbild passt.
Aber hier geht es um Politik - und da ist Sachverstand eher hinderlich. Ein Politiker muss im Zweifelsfall für 4+4=7.5 kompromissfähig sein
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 23:00

Ein Skandal

ist hier der Missbrauch des Rechtssystems, um auf wissenschaftliche Entscheidungen Einfluss zu nehmen. Eine einstweilige Verfügung ist quasi eine "nukleare Option", eine sehr mächtige Waffe, aber tödlich für zukünftige Gespräche. Berechtigt wären aus meiner Sicht juristische Maßnahmen, wenn in der Leitlinie wesentliche Literaturquellen unterschlagen werden oder wenn ein Mitglied der Redaktion der Leitlinie nachweislich in Interessenskonflikte verstrickt ist. Eine bessere Platzierung eines Dissenshinweises rechtfertigt aus meiner Sicht nicht den Einsatz einer einstweiligen Verfügung. Und es kommt noch schlimmer, nicht nur die Verabschiedung wurde unterbunden, sondern auch die Veröffentlichung. Somit ist es für einen Außenstehenden unmöglich, den Entwurf zu lesen und sich eine eigene Meinung zu diesem Thema zu bilden.

Mich hätte z.B. in der aktuellen Leitlinie brennend interessiert, welchen Stellenwert das CXCL13 in der Diagnostik der Neuroborreliose bekommt. Aus meiner Sicht wird hier in der Diskussion zu freigiebig mit dem Begriff Borreliose umgegangen. Als Mikrobiologe kenne ich noch die Koch'schen Postulate und bestehe daher auf einer Mindestmenge an objektivierbaren Befunden (und das müssen nicht nur Laborbefunde sein).
Avatar #738234
Günther Binnewies
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 19:19

Nicht kurios – skandalös!!

Spirochaetaceae sind noch immer nicht verstanden – Nicht 1 (ein) FA f. Infektiologie existiert in Deutschland (aus Verfahrensgründen). Struturierte Anstrengungen (außer Weiterbildung) z.B. dem Sicherstellungsauftrag nachzukommen, den Skandal zu beheben, gibt es nicht.
Wo kommt in einer solchen Leitlinie der Sachverstand her? Der Standard: wiss. Literatur, auch Leitlinien, wird zunehmend häufiger missachtet oder umgangen (Budget !). Was hat das Budget mit dem Standard (u.a. Zweckmäßigkeit, s. § 12 SGB V) zu tun?
„Seit 30 Jahren wird die Borreliose falsch behandelt“ Prof. W. Graninger, Wien in 2011. Der Fortschrittselan der Medizin erstreckt sich in teure Mittel – z.B. Flucht in MS!!
Patienten brauchen nicht auf besseres Labor, o.a. warten. Ärzte müssen nur den Standard und das Mittel der 1. Wahl anwenden – u.U. auch ex juvantibus statt objektivierbare Befunde zu skandieren.
Das Menschenbild der Medizin, wenn sie denn eines hätte, geht an der Lyme Krankheit kaputt. Darin liegt das Übel – nicht im Mangel an Verbesserungen der Diagnostik, etc.
Täglich vergrößert sich das Leid … auch betroffener Kollegen.
Avatar #738229
Günther Schust
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 19:05

S3-Leitlinie Neuroborreliose

als Betroffener habe ich über viel Jahre das Dilemma der LB leidvoll erlebt (Google>günther schust "durch die hölle und zurück)". Experten streiten sich und finden keinen Konzens. Ein höchst schwieriges Gebiet für Ärzte und Patienten.

Eines Tages wird der jetzt gängige Umgang mit chronischer Lyme-Borreliose als eine der schändlichsten Episoden von Verleugnung in der Geschichte der Medizin angesehen werden müssen.

Zitat Dr. Kenneth Bruce Liegner, MD und PC, verfügt über 33 Jahre Erfahrung und Praxis für Innere Medizin und Intensivmedizin.
(Google>Critical Care Medicine , Board Certified Alter 66, Diplom 1976, New York Medical College)
Avatar #732154
Christamüller
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 16:38

Zauberer unter den gut gezahlten Professoren

vertreten die Meinung, was sie mit ihrer eingeschränkten Sichtweise nicht sehen, existiere nicht. Diese Gestalten haben und wollen auch nichts von post-infektiöser Borreliose, basierend auf immunologischen Prozessen, hören, da sie diese Erkenntnisse cognitiv auch gar nicht nachvollziehen können. Die schrauben lieber an Laborwerten so lange herum, bis diese in ihre simple Diagnostikvision passen. Das gilt ganz bedauerlich für die Temperaturmessung als sensibler Verlaufsindikator post-infektiöser Neuroborreliose, kann auch auf zahllose andere Infektionskrankheiten, zB Campylobacter jejuni übertragen werden. Von derartigen Gestalten wird dann aus tönernde Brust vorgetragen, die zyklischen Temperaturerhöhungen seinen eine sommer-typische Erscheinung, weil es ja tagsüber warm wird, und nachts dann abkühlt. Physiologie, 3.Semester, alles vergessen. Die Erkenntnisse der Naturwissenschaften ist an ihnen vorbeimarschiert, ohne dass es jemals geklingelt hat.
Avatar #732154
Christamüller
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 16:37

Zauberer unter den gut gezahlten Professoren

vertreten die Meinung, was sie mit ihrer eingeschränkten Sichtweise nicht sehen, existiere nicht. Diese Gestalten haben und wollen auch nichts von post-infektiöser Borreliose, basierend auf immunologischen Prozessen, hören, da sie diese Erkenntnisse cognitiv auch gar nicht nachvollziehen können. Die schrauben lieber an Laborwerten so lange herum, bis diese in ihre simple Diagnostikvision passen. Das gilt ganz bedauerlich für die Temperaturmessung als sensibler Verlaufsindikator post-infektiöser Neuroborreliose, kann auch auf zahllose andere Infektionskrankheiten, zB Campylobacter jejuni übertragen werden. Von derartigen Gestalten wird dann aus tönernde Brust vorgetragen, die zyklischen Temperaturerhöhungen seinen eine sommer-typische Erscheinung, weil es ja tagsüber warm wird, und nachts dann abkühlt. Physiologie, 3.Semester, alles vergessen. Die Erkenntnisse der Naturwissenschaften ist an ihnen vorbeimarschiert, ohne dass es jemals geklingelt hat.
Avatar #551237
annette johnson
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 13:56

Borreliose Leitlinien

ICH MACHE MIR GROSSE SORGEN zu unserer ärztlichen Unabhängigkeit !!..
Borreliose BLEIBT HOFFENTLICH trotz der Leitlinien eine KLINISCHE DIAGNOSE und unsere ärztliche THERAPIEFREIHEIT WIRD HOFFENTLICH TROTZDEM dadurch NICHT eingeschränkt werden.
Zumindest Privatversicherungen werden, je nach Ergebnis, vieles nicht mehr erstatten, genau wie in USA..

Wieviele Betroffene haben die einzelnen Leitlinienmitglieder bereits selbst durch ihr Vorgehen wieder arbeitsfähig bekommen???
Ich behandle in meiner Allgemeinarztpraxis nahe einer Forsthochschule über 500 Betroffene und habe einen Vortragsabend von dem Leitlinienmitglied Prof. Rauer gehört, der der amerikanischen Versicherungsindustrie infiltrierten Fachgesellschaft IDSA nahesteht und u.a. ein Labor führt:
Der Neurologe Prof. Rauer schließt bei MS Kranken Borreliose aus und führt sie b. Bed. einer jährlich sehr teueren Pharmakotherapie zu..
Ich habe Teile meiner Ausbildung einschließlich Infektiologie in Massachussetts gemacht und möchte auf unsere pharma-unabhängige Therapiefreiheit in Deutschland stolz bleiben!
Vielleicht haben die Patientenvertreter ja mit Ihrem Antrag auf Überarbeitung RECHT und SCHÜTZEN DAMIT sogar unsere ärztliche THERAPIEFREIHEIT, für schwierige Fälle.

Sonst verkaufen uns evtl. praxisferne Universitätsprofessoren an eine versicherungsgesteuerte Medizin, wie die US-Amerikaner es mit Ihrer IDSA haben, die vom obersten Gerichtshof aufgefordert wurde auch andere kritischere Studien aufzunehmen in ihre Literaturliste.
Wie aktuell aus ausgewogen die Literaturliste dieser Kommission ist, bleibt abzuwarten..
Die PRÄVALENZ dieser Infektionskrankheit musste in letzter Zeit DEUTLICH NACH OBEN KORRIGIERT werden...

Prof. Rauer beansprucht in seinen Vorträgen zumindest dagegen die übergeordnete juristische Bedeutung für jede Borreliosebehandlung, wenn die der Neuroborreliose einmal in Leitlinien festgelegt sei..
Aber wir kleinen Hausärzte vor Ort müssen die Betroffenen doch wieder arbeitsfähig bekommen, uns hilft es nicht weiter, den Patienten NUR ZUM PSYCHOLOGE zu überweisen, zu uns kommt er wieder, wenn das nicht ausreicht…
Über 10% aller Infizierten sind NICHT leicht und niemals mit 21 Tagen schlecht bioverfügbarem Doxycyclin 200 zu behandeln und unsere Standardtests, v.a. auch die Nervenwasseruntersuchung sind mit peinlich niedrigen Sensitivität behaftet, die zwar die Formulierung erlauben: eine Neuroborreliose konnte NICHT NACHGEWIESEN werden, aber sicher nicht : AUSSCHLUSS Neuro-Borreliose,
Was dazu führt, dass die Betroffenen trotz Nachtschweiß , low grade fevers, kognitiven Ausfällen und Lymphknotenschwellungen als SIMULANT oder depressiv SOMATISIERUNGSGESTÖRT hingestellt werden und die BG trotz Anerkennung der Ansteckung während versicherter Tätigkeiten, die Folgestörungen nicht anerkennt, solange wir in Leitlinien behaupten, dass es persistierende BORRELIOSE nicht gäbe…
Hochdosierte Gutachter bleiben bei dieser für sie sehr lukrativen Einschätzung und halten sich von der Therapie der „DROP-OUTS“ fern.
Der neue FACHARZT für INFEKTIOLOGIE wird uns leider auch
nicht weiterhelfen, weil sich dieser in seiner Weiterbildungszeit vor allem um Hospitalkeime kümmert und nicht zur Aufdeckung ambulant erworbener MULTI-INFEKTIONS-SYNDROME…
Wie PEINLICH ist das für uns Ärzte, wenn dann Heilpraktiker die richtige Diagnose stellen und verbotenerweise helfen. (Heilpraktiker dürfen von gesetzeswegen KEINE Borreliose behandeln, ..Solange wir die PERSISTIERENDE Borreliose GUTACHTERLICH aber NEGIEREN dürfen sie das natürlich ungeniert tun und übersehen dabei gefährliche CO-INFEKTE wie Ehrlichiose, Coxsackie, Babesiose, Bartonellose, Rickettisen…)
WIESO lassen wir und diese hoheitliche Aufgabe aus den Händen nehmen, statt nach int. Studien und nach der unbestechlichen ILADS Ärztegesellschaft zu handeln, die bereits Leitlinien erstellt haben und bereits mehrfach internationale Symposien in Deutschland angehalten haben..???
Wir verlieren resignierte PATIENTEN an Heilpraktiker!

Wo bleiben deutsche Arztvereinigungen, die das für uns für Folgeerkrankungen tun wie z.B. für sekundäre Fibromyalgie kümmern, die lt. int. Studien in >80% der Fälle Folge einer VERSTECKTEN BORRELIOSE ist, und bereits über 2% (?) der Bevölkerung betrifft die wir mit unseren schlechten Sensitivität trotz Klinik übersehen..

Wird die Labordiagnostik als 99% sensibel dargestellt, kämpfen wir Kollegen gegeneinander statt miteinander für unserer Patienten ..
( Prof. Rauers initiale Äußerung von 100% nahm er gleich wieder zurück, weil bekanntlich nichts in der Medizin 100% sicher ist.. )
Avatar #738207
Martina Müller
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 09:18

Zeckenkrieg 2.0

Ich frage mich, wem das helfen soll. Die Situation des Patienten wird damit nicht verbessert. Ein gemässigter Dialog unter den Interessenvertretern wäre wünschenswert. Es fehlt immer noch an brauchbaren diagnostischen Tests und unabhängigen klinischen Langzeitstudien zu den späteren Stadien. Da musss man Druck machen. Das kommt schlussendlich dem Patienten zugute.
Ich möchte hier noch erwähnen, dass es nebst BFBD noch andere Patientenvertreter gibt, die vom agressiven Auftreten des BFBD deutlich Abstand nehmen.
Avatar #687997
Pro-Natur
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 00:33

Der Borreliose und der FSME Bund bestehen auf eine evidenzbasierte Behandlung...

Wenn die Schulmedizin eine wirksame Therapie zu bieten hätte, wären beide Patientenverbände nicht entstanden. Und sie hätten die Neufassung der S3-Leitlinie Neuroborreliose nicht per Gerichtsbeschluss stoppen müssen.
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Donnerstag, 28. Dezember 2017, 00:05

Der Borreliose Bund

hat offensichtlich den Sinn einer Leitlinie nicht verstanden. Die Hauptaufgabe einer Leitlinie ist es, belastbares evidenzbasiertes Wissen zu liefern und den Einfluss von Interessensvertretungen zu minimieren. Der Borreliose Bund ist eine Selbsthilfeorganisation und eine Interessenvertretung, es ist keine Fachgesellschaft.

Über alle Details der Neuroborreliose zu diskutieren, würde den Rahmen eines Forumsbeitrags bei weitem sprengen. Ich möchte nur auf zwei Details hinweisen:
Erstens ist die Diagnose einer Neuroborreliose alles andere als trivial, noch schwieriger ist es mit Labortesten als Therapiekontrolle. Wenn eine Selbsthilfegruppe Sonderwünsche betreffs einer Langzeitbehandlung äußert, dann kann dies nur auf der Basis objektivierbarer Befunde geschehen.
Zweitens gibt es bei Doxycyclin und Minocyclin bei Pubmed Hinweise auf eine unspezifische entzündungshemmende Wirkung im ZNS (als nichtantibiotische Nebenwirkung). Möglicherweise dient diese Langzeitbehandlung einer angeblichen chronischen Neuroborreliose in Wirklichkeit der Therapie einer ganz anderen Krankheit.

Wenn Selbsthilfeorganisationen eine andere Meinung als Fachgesellschaften vertreten, dann sollte der Dissens wissenschaftlich ausgetragen werden und nicht mittels einstweiliger Verfügungen. Dies schafft einen gefährlichen Präzedenzfall einer externen Einflussnahme auf medizinische Leitlinien.
Avatar #79783
Practicus
am Mittwoch, 27. Dezember 2017, 18:59

Kurios

dass die Patientenverbände auf diese Weise irrationale Standpunkte in wissenschaftliche Leitlinien einbringen können... wie repräsentativ und unabhängig sind eigentlich die Patientenverbände? Wer legitimiert diese? Genau deshalb hat doch auch die "Patientenbank" im gBA nur ein Anhörungs-, aber kein Stimmrecht!
Viele Selbsthilfegruppen sind industriegesponsort, ohne diese Interessenkonflikte jemals offenzulegen, im Bereich "Borreliose" treiben zahllose selbsternannte Wunderheiler und Pseudoexperten ihr Unwesen...
LNS

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Neue S3-Leitlinie zur Gesundheitsversorgung von transsexuellen Menschen
17. September 2018
San Diego – Die umstrittene Gene-Drive-Technologie, die das Genom ganzer Arten über wenige Generationen verändern kann, wurde erstmals bei Säugetieren angewandt. Über den Fortschritt berichteten unter
Gene Drive: Erste Versuche bei Säugetieren
7. September 2018
Düsseldorf – Für hochwertige interdisziplinäre, evidenzbasierte Leitlinien ist eine nachhaltige, unabhängige Finanzierung erforderlich. Das hat gestern die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen
AWMF fordert nachhaltige, unabhängige Finanzierung hochwertiger Leitlinien
30. August 2018
Köln – Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat Eltern zu einer erhöhten Wachsamkeit wegen möglichen Zeckenbefalls bei Kindern aufgefordert. Vorhandene Zecken sollten wegen des Risikos einer
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