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Erstmals Fachausbildung für leicht verständliche Sprache

Dienstag, 2. Januar 2018

Augsburg – In einem bundesweiten Pilotprojekt soll in den kommenden vier Jahren das Berufsbild „Fachkraft für Leichte Sprache“ entwickelt werden. Wie der Caritas­verband der katholischen Diözese Augsburg berichtete, startete es am 1. Januar.

Experten für leicht verständliche Sprache sollen insbesondere Veröffentlichungen von Behörden so umformulieren, dass diese für Lernbehinderte, geistig Behinderte und Demenzkranke sowie auch für Ausländer verständlich sind. Ab 2018 wird aufgrund einer Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes die Pflicht für Bundesbehö­rden zur Nutzung von „Leichter Sprache“ ausgebaut. Dann müssen auch Bescheide bei Bedarf entsprechend erläutert werden.

Einsatz als Übersetzer

Die Augsburger Caritas betreibt schon länger eine Fachabteilung für leicht verständliche Sprache. Frauen und Männer mit Lernschwierigkeiten arbeiten dort zusammen mit Sozialpädagogen in einem Team, um komplizierte Texte in einfache Sprache zu übersetzen.

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In Augsburg sollen nun erstmals Fachkräfte entsprechend ausgebildet werden. „Zwölf Personen mit Lernschwierigkeiten werden an der ersten Ausbildung zur Fachkraft für Leichte Sprache teilnehmen und danach als erste in Deutschland diesen Ausbildungs­abschluss in den Händen halten“, berichtete die Caritas.

Die Idee zu der Ausbildung kommt von dem internationalen Netzwerk Leichte Sprache. In dem seit 2006 bestehenden Verein haben sich Fachstellen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Italien zusammengeschlossen. Das in Münster angesiedelte Netzwerk will für eine bessere Integration sorgen. „Alle Menschen sollen alles verstehen“, fordert das Netzwerk. Erst dadurch könnten alle „überall mitmachen“. © dpa/aerzteblatt.de

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