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Vermischtes

Deutsche fühlen sich für Pflegefall nicht abgesichert

Dienstag, 2. Januar 2018

/dpa

Hamburg – Eine Mehrheit der Deutschen sieht sich einer Umfrage zufolge für den Pflegefall nicht ausreichend abgesichert. Demnach fühlen sich 56 Prozent aller Teilnehmer nicht ausreichend versichert für den Fall, dass sie im Alter Pflege benötigen sollten, wie der Spiegel berichtet.

63 Prozent aus dieser Gruppe erklärten demnach, sich eine Absicherung finanziell im Moment nicht leisten zu können. Das Magazin beruft sich auf eine repräsentative Onlineumfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Versicherung Swiss Life Select.

Mehr Menschen mit Pflegeversicherung

63 Prozent aller Befragten schätzten demnach ihr Risiko, im Alter pflegebedürftig zu werden, auf 50 Prozent oder mehr ein. Doch weniger als ein Viertel der befragten Männer und etwa 13 Prozent der Frauen haben sich den Angaben zufolge privat dafür versichert. Dabei denken 77 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass die gesetzliche Pflichtversicherung die Kosten einer Pflege nicht vollständig deckt.

Gleichzeitig sichern sich laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland gegen Pflege-Risiken immer mehr Menschen ab. Aktuell gibt es demnach rund 3,52 Millionen private Zusatzversicherungen – 61 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Das gehe aus Daten des Verbandes der Privaten Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) hervor.

2013 war für private Pflegezusatzversicherungen eine staatliche Förderung von 60 Euro pro Jahr eingeführt worden. Dabei handelt sich um den nach dem damaligen Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) benannten „Pflege-Bahr“. Ende September 2017 gab es dem Bericht zufolge 814.800 geförderte Verträge – 4,8 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Darüber hinaus seien 2.706.300 nicht geförderte Verträge gezählt worden – 1,1 Prozent mehr als Anfang 2017.

„Das anhaltend starke Wachstum bei den Pflegezusatzversicherungen zeigt: Immer mehr Menschen wissen, dass die gesetzliche Pflegepflichtversicherung nur einen Teil der Kosten für Pflegedienst oder Heim deckt“, wird PKV-Direktor Volker Leienbach zitiert. „Den Rest – oft weit über 1.000 Euro im Monat – müssen die Pflegebedürftigen selbst tragen.“ © kna/aerzteblatt.de

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