NewsAuslandÄrzte ohne Grenzen rechnet mit hohen Flüchtlingszahlen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Ärzte ohne Grenzen rechnet mit hohen Flüchtlingszahlen

Mittwoch, 3. Januar 2018

Hamburg – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen rechnet auch im neuen Jahr mit anhaltend hohen Flüchtlingszahlen weltweit. Es gebe noch viel zu tun, weil es immer noch viele Menschen in Not gebe, die auf Hilfe angewiesen seien, sagte der Präsident von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, Volker Westerbarkey, dem Sender NDR Info. Als Beispiele nannte er die Situation der Rohingya in Myanmar oder die Lage im Südsudan.

Westerbarkey appellierte an die Gesellschaft, ihre Einstellung zu ändern, und forderte, es „nicht mehr als Erfolg“ zu werten, „wenn möglichst wenig Menschen nach Deutsch­land kommen“. Vielmehr sei es „ein Erfolg, wenn mehr Menschen Hilfe bekommen, die sie brauchen“, sagte er.

Von der nächsten Bundesregierung erwarte er zudem, dass sie die Werte und Grund­sätze aufrecht erhalte, zu denen auch die humanitäre Hilfe gehöre. „Es sollte nicht um politischen Machterhalt gehen, um Prozentpunkte in den Wahlen, sondern darum, Menschen in Not zu helfen."

Der Chef der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen sieht auch die Europäische Union in der Pflicht. Europa sei eine der reichsten und wohlhabendsten Regionen der Welt und müsse deshalb seiner Verantwortung gerecht werden, forderte er. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

bach
am Donnerstag, 11. Januar 2018, 17:11

Fluchtursachen sollen beseitigt werden-

dazu gehört auch, dass unsere hervorragenden Sozialleistungen die Menschen aus der ganzen Welt anlocken.
Die gewiss erforderlichen personellen und finanziellen Hilfen, die in den Entwicklungsländern leider irgendwo versickern, können die Flüchtlingszahlen bisher nicht reduzieren.
Hilfsorganisationen ziehen bereits ihr Personal aus Krisengebieten zurück, weil sie sich selbst in Gefahr durch Erpressung und Geiselnahme durch Terroristen begeben.
Wer zu uns kommt, wir wissen es nicht wirklich.

Nachrichten zum Thema

12. Juli 2018
Berlin – Die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée haben den Regierungen der EU eine fatale Behinderung der Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer vorgeworfen. In
Hilfsorganisationen werfen EU-Staaten Mitschuld am Tod von Bootsflüchtlingen vor
12. Juli 2018
Washington – Die US-Regierung ist nach eigenen Angaben ihrer Pflicht nachgekommen und hat Flüchtlingskinder wieder mit ihren Familien zusammengebracht. Von 103 betroffenen Kindern im Alter unter fünf
US-Regierung: 57 Kleinkinder von Migranten wieder bei ihren Familien
11. Juli 2018
Washington – Die US-Behörden haben Probleme bei der Zusammenführung getrennter Einwandererfamilien. Von mehr als 100 Kindern unter fünf Jahren wurden bis zum Ablauf einer Frist gestern Abend weniger
US-Behörden räumen Probleme bei Zusammenführung von Einwandererfamilien ein
11. Juli 2018
Freiburg – Die Hilfsorganisation Caritas beklagt eine spürbar abnehmende Bereitschaft der internationalen Staatengemeinschaft zu Flüchtlings- und Entwicklungshilfe. Staatliche Hilfszusagen würden
Caritas: Staatengemeinschaft vernachlässigt Entwicklungshilfe
9. Juli 2018
Berlin – Der Wiederaufbau von medizinischen Einrichtungen in Mossul geht nach Ansicht der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen nur sehr langsam voran. „Gesundheitsversorgung zu bekommen ist jeden Tag
Ärzte ohne Grenzen: Menschen in Mossul fehlt medizinische Hilfe
9. Juli 2018
Rom – Der Vorschlag von Italiens Innenminister Matteo Salvini, auch ausländische Marineschiffe mit geretteten Migranten nicht mehr anlegen zu lassen, stößt innerhalb der Regierung in Rom auf
Italien debattiert um Hafensperre für Marineschiffe mit Migranten
6. Juli 2018
New York – Russland hat eine gemeinsame Erklärung des UN-Sicherheitsrats zum Kriegsgeschehen in der südsyrischen Provinz Daraa blockiert. Die anderen Ratsmitglieder hätten vergeblich versucht, die

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER