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Ausland

Ärzte ohne Grenzen rechnet mit hohen Flüchtlingszahlen

Mittwoch, 3. Januar 2018

Hamburg – Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen rechnet auch im neuen Jahr mit anhaltend hohen Flüchtlingszahlen weltweit. Es gebe noch viel zu tun, weil es immer noch viele Menschen in Not gebe, die auf Hilfe angewiesen seien, sagte der Präsident von Ärzte ohne Grenzen in Deutschland, Volker Westerbarkey, dem Sender NDR Info. Als Beispiele nannte er die Situation der Rohingya in Myanmar oder die Lage im Südsudan.

Westerbarkey appellierte an die Gesellschaft, ihre Einstellung zu ändern, und forderte, es „nicht mehr als Erfolg“ zu werten, „wenn möglichst wenig Menschen nach Deutsch­land kommen“. Vielmehr sei es „ein Erfolg, wenn mehr Menschen Hilfe bekommen, die sie brauchen“, sagte er.

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Von der nächsten Bundesregierung erwarte er zudem, dass sie die Werte und Grund­sätze aufrecht erhalte, zu denen auch die humanitäre Hilfe gehöre. „Es sollte nicht um politischen Machterhalt gehen, um Prozentpunkte in den Wahlen, sondern darum, Menschen in Not zu helfen."

Der Chef der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen sieht auch die Europäische Union in der Pflicht. Europa sei eine der reichsten und wohlhabendsten Regionen der Welt und müsse deshalb seiner Verantwortung gerecht werden, forderte er. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #87626
bach
am Donnerstag, 11. Januar 2018, 17:11

Fluchtursachen sollen beseitigt werden-

dazu gehört auch, dass unsere hervorragenden Sozialleistungen die Menschen aus der ganzen Welt anlocken.
Die gewiss erforderlichen personellen und finanziellen Hilfen, die in den Entwicklungsländern leider irgendwo versickern, können die Flüchtlingszahlen bisher nicht reduzieren.
Hilfsorganisationen ziehen bereits ihr Personal aus Krisengebieten zurück, weil sie sich selbst in Gefahr durch Erpressung und Geiselnahme durch Terroristen begeben.
Wer zu uns kommt, wir wissen es nicht wirklich.
LNS
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