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Projekt soll Versorgung von Kindern in sozialpädiatrischen Zentren verbessern

Freitag, 5. Januar 2018

Mannheim – Ein vom Mannheimer Institut für Public Health (MIPH) initiiertes Projekt namens „Part-Child“ will die Qualität der Versorgung von Kindern mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen in sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) verbessern. Das MIPH ist ein Institut der medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.
SPZ sind multi- und interdisziplinär arbeitende ambulante Zentren. Sie betreuen Kinder und Jugendliche im Kontext ihres sozialen Umfelds. Im Jahr 2014 wurden laut dem Mannheimer Institut bundesweit rund 600.000 Kinder in SPZ behandelt.

Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal der Versorgung dieser Patienten ist, dass die Patienten und ihre Familien an der Behandlungsplanung mitwirken. „Die Maßnahmen in unserem Projekt dienen vor allem dazu, die Teilhabe, Mitwirkung und Lebensqualität der Patienten und damit letztendlich die Zufriedenheit von Eltern und Patient zu erhöhen“, erläuterte Freia De Bock vom MIPH, die das Projekt entwickelt hat und leitet. Gleichzeitig sollte dies aber auch zu einer passgenaueren Behandlung der Patienten führen. Ziel sei es, dass vorhandene Mittel effizienter eingesetzt würden, indem beispielsweise eine Übertherapie mit Arzneimitteln vermieden werde, sagte sie.

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„Part-Child“ sieht verschiedene Module vor, um die Mitwirkung und Teilhabe von in SPZ behandelten Kindern und ihren Familien zu stärken: Schulungen des Fachpersonals, beispielsweise in der teilhabe- und patientenorientierten Gesprächsführung, die Einführung eines modernen, im Alltag nutzbaren computerbasierten E-Tools zur elektronischen Dokumentation sowie eine Supervision in der Praxis.

Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird im Rahmen einer multizentrischen, randomi­siert-kontrollierten Studie in 15 deutschen SPZ evaluiert. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses fördert das Projekt mit zwei Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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