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Ausland

Milliardeneinnahmen für Industrie nach Cannabis­legalisierung in Kalifornien prognostiziert

Mittwoch, 3. Januar 2018

/Richard-Villalon, stock.adobe.com

Los Angeles – Mit der Legalisierung des Konsums von Cannabis auch als reines Genussmittel in Kalifornien erwarten Marktexperten eine satte Umsatzsteigerung und einen Job-Boom in dem Sektor. Bis zum Jahr 2021 würden rund 40 Milliarden Dollar (33,2 Milliarden Euro) erwirtschaftet und USA-weit mehr als 400.000 neue Arbeits­plätze entstehen, heißt es in einer gestern veröffentlichten Studie der Unternehmens­beratung Arcview.

Die Berechnungen beinhalten sowohl Ausgaben der Verbraucher als auch Einnahmen der Cannabisanbauer und ihrer Subunternehmer sowie des weiteren Geschäfts­umfeldes wie Supermärkte. Im Vergleich zu den Einnahmen im vergangenen Jahr, die sich den Angaben zufolge auf 16 Milliarden Dollar beliefen, wäre dies ein Zuwachs um 150 Prozent, schreiben die Experten. Die Studie erschien einen Tag nach der offiziellen Legalisierung von Cannabis im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat.

Mehr als ein Jahrzehnt nach der Legalisierung der Droge zur medizinischen Anwendung darf sie seit Jahresbeginn auch ohne Rezept erworben werden. Jeder in Kalifornien ab 21 Jahren darf bis zu 28,3 Gramm Cannabis kaufen und bis zu sechs Cannabis-Pflanzen selbst anbauen.

Kalifornien verbindet den Cannabiskonsum allerdings mit Auflagen etwa zum Jugendschutz. Die kalifornischen Kommunen dürfen ihrerseits Auflagen bis hin zum vollständigen Verbot des Cannabis-Verkaufs machen. Außerdem ist der Handel mit der Droge nur mit einer Lizenz des Bundesstaates und der jeweiligen Kommune erlaubt. Die Steuern sind zum Ärger vieler Konsumenten und Produzenten ebenfalls mit bis zu 35 Prozent sehr hoch.

Laut Berechnungen von BDS Analytics, einem wissenschaftlichen Partner von Arcview, ist mit zusätzlich vier Milliarden an Steuereinnahmen binnen drei Jahren zu rechnen. Allein in Kalifornien dürften demnach 100.000 Arbeitsplätze direkt in der Cannabisindustrie entstehen, landesweit mehr als 400.000. © afp/aerzteblatt.de

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