NewsPolitikIQWiG umreißt Grundlagen für Chronikerprogramm zur rheumatoiden Arthritis
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

IQWiG umreißt Grundlagen für Chronikerprogramm zur rheumatoiden Arthritis

Mittwoch, 3. Januar 2018

/narstudio, stock.adobe.com

Köln – Bei den Leitlinienempfehlungen für ein Chronikerprogramm (Disease Manage­ment Programm, DMP) zur rheumatoiden Arthritis ist die Evidenzlage für einige Versorgungsaspekte offenbar gering. Das geht aus einem neuen Rapid Report des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hervor.

„Nur wenige Empfehlungen konnten für den Versorgungsaspekt ‚nicht medikamentöse Therapie und allgemeine Maßnahmen‘ identifiziert werden, und für den Versorgungs­aspekt ‚Rehabilitation‘ wurden keine Empfehlungen identifiziert“, berichten die IQWiG-Autoren.

Anzeige

Schwerpunkt medikamentöse Therapien

Das Institut hat für den Bericht 13 evidenzbasierte Leitlinien ausgewertet. Der Schwer­punkt des Rapid Reports liegt auf der medikamentösen Therapie, die laut IQWiG in den eingeschlossenen Leitlinien eine zentrale Rolle spielt.

Die ersten drei bis sechs Monate der Erkran­kung stellen laut IQWiG demnach ein „therapeutisches Fenster“ dar, innerhalb dessen der immunologische Prozess gestoppt oder nachhaltig verändert werden kann. „Eine frühe Diagnose und Therapieeinleitung sind daher von entscheidender Bedeutung für den Krankheitsverlauf“, schreiben die Autoren des Reports.

Der Report ergänzt und aktualisiert eine ausführliche Leitlinienanalyse und -bewertung nebst einer Extraktion relevanter Empfehlungen, die das IQWiG bereits im Frühjahr 2016 in einem Abschlussbericht vorgelegt hatte.

Ziel des jetzt erschienenen Rapid Reports war es, aktuelle evidenzbasierte Leitlinien zu identifizieren, deren Empfehlungen zu Kernaussagen zusammenzufassen und diejeni­gen Kernaussagen zu benennen, die für ein DMP rheumatoide Arthritis geeignet sind. 

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist die in den Industrienationen häufigste chronisch-entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung mit einer Prävalenz von 0,5 bis 0,8 Prozent in der erwachsenen Bevölkerung. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. April 2020
Berlin/Gießen - Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie hat zusammen mit der Universität Gießen ein Onlineregister für Rheumapatienten mit COVID-19 eingerichtet. Die Fachgesellschaft bittet alle
Online-Register für Rheumapatienten mit COVID-19 eingerichtet
1. April 2020
Kilchberg/Schweiz – Die Europäische Liga gegen Rheuma (EULAR) hat eine Forschungsdatenbank eingerichtet, mit deren Hilfe COVID-19-Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen mit rheumatischen und
Europäische COVID-19-Datenbank für Rheumapatienten gestartet
20. März 2020
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) weist daraufhin, dass auch Menschen mit aktiven entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und Patienten unter immunsuppressiver Therapie zur
Rheumatologen warnen vor Absetzen der Basismedikation wegen COVID-19
6. März 2020
Berlin – Disease-Management-Programme (DMP) für Patienten mit Diabetes kommen vor allem Frauen zugute. Das geht aus einer Bilanz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich des 20-jährigen
Diabetes: Frauen profitieren mehr von Disease-Management-Programm
16. Januar 2020
Berlin – Patienten mit Osteoporose können sich unter bestimmten Bedingungen zukünftig in einem strukturierten Behandlungsprogramm (Disease-Management-Programm, DMP) versorgen lassen. Der Gemeinsame
Disease-Management-Programm für Osteoporose verabschiedet
30. Dezember 2019
Berlin – Manche Rheumamedikamente wirken bei Patienten mit starkem Übergewicht weniger gut. Darunter sind auch einige Biologika, die gezielt Entzündungsprozesse stoppen sollen. Zudem erkranken
Übergewicht hemmt Wirkung von Rheumamedikamenten
23. Dezember 2019
Melbourne – Der Antikörper Anifrolumab hat in einer Phase-3-Studie den Hautzustand der Patienten mit systemischen Lupus erythematodes (SLE) verbessert, den Steroidbedarf gesenkt und die Schubrate
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER