NewsAuslandPeking macht Fortschritte im Kampf gegen Smog
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Peking macht Fortschritte im Kampf gegen Smog

Donnerstag, 4. Januar 2018

Peking (China) am 28. Dezember 2017 /dpa

Peking – Im Kampf gegen den Smog in Peking zeigen die Umweltschutzmaßnahmen nach Angaben der Behörden Wirkung. Die Luftwerte in der chinesischen Hauptstadt seien 2017 die besten seit Einführung der Messungen vor fünf Jahren gewesen, teilte die Umweltbehörde der Pekinger Stadtverwaltung gestern mit.

Die Zahl der Tage mit starker Luftverschmutzung sei von 58 im Jahr 2013 auf 23 Tage 2017 zurückgegangen, hieß es weiter. In diesem Winter – sonst eine Zeit mit besonders starker Smogbelastung – sei die Luft ungewöhnlich klar.

Anzeige

Verbesserungen bei Industrie und Verkehr

Die Belastung der Luft durch die Feinstaub-Kategorie PM2.5 ging den Angaben zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 20,5 Prozent auf 58 Mikrogramm pro Kubikmeter zurück. Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) empfiehlt, dass dieser Wert im Jahresschnitt zehn Mikrogramm pro Kubikmeter nicht überschreitet. Fortschritte vermeldete die Umweltbehörde auch bei der Eindämmung der Belastung durch Schwefeldioxid, Stickstoffdioxid und bei der Feinstaub-Kategorie PM10.

Eine Vertreterin der Pekinger Umweltbehörde sagte der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, die Ausmusterung von kohlebetriebenen Heizkesseln, das Ausrangieren von Fahrzeugen mit besonders hohem Schadstoffausstoß und die Modernisierung industrieller Anlagen habe zu der Luftverbesserung beigetragen.

So seien in den vergangenen fünf Jahren sechs energieintensive Zementwerke geschlossen und fast 2.000 andere Unternehmen im produzierenden Gewerbe geschlossen oder modernisiert worden.

Rund um Peking stiegen den Angaben zufolge mindestens drei Millionen Haushalte aus der Kohlenutzung aus. In vielen Orten seien die Haushalte mit Gas- oder Stromheiz­apparaten ausgestattet worden. In der nordchinesischen Provinz Hebei, die ganz auf die Kohlenutzung verzichten soll, wurden allerdings Klagen über horrende Heizkosten laut. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. Januar 2019
Köln – Einer Untersuchung zufolge verursacht Feinstaub offenbar mehr Todesfälle als bisher angenommen. Wie das ARD-Magazin Monitor heute vorab berichtete, spricht eine Studie des Max-Planck-Instituts
Massentierhaltung Hauptverursacher für Feinstaub
2. Januar 2019
Stuttgart – 3.663 Anträge für Ausnahmegenehmigungen von den Stuttgarter Dieselfahrverboten sind bis heute bei der Stadt Stuttgart eingegangen. Mehr als 1.500 Anfragen konnten bereits bearbeitet
Fahrverbote in Stuttgart: Tausende Ausnahmegenehmigungen beantragt
28. Dezember 2018
Halle – Millionen Menschen in Deutschland zücken in der Silvesternacht wieder Feuerzeuge und Streichhölzer, um das neue Jahr mit Raketen zu begrüßen. Doch das Feuerwerk hat eine Kehrseite für die
Ärzte warnen vor hohen Feinstaubwerten durch Silvesterfeuerwerk
18. Dezember 2018
Düsseldorf/Münster – Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will nun auch in Bielefeld, Hagen, Oberhausen und Wuppertal rasche Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung durch Dieselfahrzeuge bis hin zu
Umwelthilfe klagt erneut gegen Nordrhein-Westfalen
7. Dezember 2018
London/Neu Delhi – Luftverschmutzung hat in Indien 2017 laut einer Studie rund 1,2 Millionen Menschen das Leben gekostet. Das sei jeder achte Todesfall in Indien, heißt es im Lancet Planetary Health
Mehr als eine Million Inder an Luftverschmutzung gestorben
3. Dezember 2018
Kattowitz – Mit einem dramatischen Appell zum Kampf gegen die Erderwärmung hat UN-Generalsekretär António Guterres die Weltklimakonferenz in Polen offiziell eröffnet. Schon jetzt sei der Klimawandel
Deutliche Worte zum Auftakt der Klimakonferenz in Polen
27. November 2018
Peking – Chinas Regierung hat eine Untersuchung angeordnet, nachdem der chinesischer Wissenschaftler He Jiankui auf Youtube die weltweit erste Geburt genmanipulierter Babys verkündet hatte. Die
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER